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1000'00 Franken für Notstandsarbeiten

Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sprach der Thuner Stadtrat einen Kreditvon 100'000 Franken für Notstandsarbeiten.

Arbeitergruppenbild beim Tunnelbau Ramiswil zwischen 1931 und 1933, bei dem rund 200 Arbeitslose die Hauptarbeit leisteten. Arbeitslose im Bauwesen einzusetzen, war zu dieser Zeit eine beliebte Methode, um schnell sichtbare Erfolge bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeitvorzuweisen. Foto: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
Arbeitergruppenbild beim Tunnelbau Ramiswil zwischen 1931 und 1933, bei dem rund 200 Arbeitslose die Hauptarbeit leisteten. Arbeitslose im Bauwesen einzusetzen, war zu dieser Zeit eine beliebte Methode, um schnell sichtbare Erfolge bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeitvorzuweisen. Foto: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv

Im Februar 1919 bewilligte der Thuner Stadtrat einen Kredit von 100'000 Franken für die Ausführung von Notstandsarbeiten, um Arbeitslose zu beschäftigen. So hiess es am 18. Februar im «Oberländer Tagblatt», «die Strassenbau- und Kanalisationsarbeiten in der verlängerten Stockhornstrasse» sowie die «Arbeiten für die Erstellung einer Transformatorenstation mit Abortgebäude in Hofstetten» sollten demnächst ausgeschrieben werden. Ferner seien die Gemeindebehörden mit «benachbarten Flurgenossenschaften in Verbindung getreten», um Arbeitsgelegenheiten zu schaffen. Auf diese Weise sollten zusätzlich bis 200 Personen Arbeit finden.

Was vor 100 Jahren sonst noch für Schlagzeilen sorgte:8.2.1919 Der Stadtrat beschliesst die Erhebung einer Saisonsteuer. 8.2.1919 Ein heftiger Wind blies diese Nacht den Neuschnee in Schwaden, der erste Postzug aus Bern blieb stecken, der Unterbruch dauerte eine Stunde. 12.2.1919 J. Stäheli, Mechaniker im Schwäbis, hat eine elektrische Fernschaltvorrichtung für elektrische Drehschalter konstruiert. 15.2.1919 Das Camionnage- und Kohlengeschäft R. Barfuss ist käuflich an eine Kommanditgesellschaft übergegangen. Das Geschäft wird unter dem Namen Barfuss, Nicod & Co. weitergeführt. 17.2.1919 Aufruf des Gemeinderates: Infolge Abbau der Kriegswirtschaft sind viele Arbeiter arbeits- und brotlos geworden, die Industrie muss durch Stellen helfen. 21.2.1919 Wie der Kaufmännische Verein mitteilt, wurde als Vertreter der Gemeinde in der Unterrichtskommission Stadtpräsident Kunz gewählt. 21.2.1919 Auf der Linie Thun–Bern fahren seit gestern die Züge nun über die neu erstellte Eisenbahnbrücke bei Uttigen über die Aare. 22.2.1919 Laut Jahresbericht der Krankenkasse Thun gehören ihr zurzeit 1005 Mitglieder beiderlei Geschlechts an. An Krankengeldern wurden im Jahre 1918 Fr. 20'000 verausgabt. 24.2.1919Gottfried Bally, gewesener Arbeiter in den Eidg. Werkstätten, Hilfslehrer des Samaritervereins, Verwalter des Kranken-Mobilienmagazins, Ehrenmitglied des Samaritervereins und der Stadtmusik, ist im Alter von 66 Jahren gestorben. 28.2.1919 Dem Gemeinderat ist eine Motion eingegangen, ob nicht in der Stadt Thun die obligatorische Krankenpflegeversicherung für alle Schüler und Schülerinnen einzuführen sei. 28.2.1919 Kavallerie-Oberleutnant de Mestral in Thun ist zum Hauptmann befördert worden. 28.2.1919 Der Frauenverein von Thun richtet sich nach dem Vorbild der Brockenhäuser anderer Schweizer Städte eine Brockenstube ein und bittet um Mithilfe und Unterstützung.

Quelle: Stadtarchiv Thun

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