300'000 Gratis-Lose sollen Kunden in die Innenstadt bringen

Thun

Jetzt kann es losgehen: Am 6. März lanciert der Verein «Thun spielt verrückt» die grösste Tombola der Schweiz. Während 24 Wochen werden 300'000 Lose verteilt und 3400 Preise verlost.

Organisatoren und Sponsoren der Thunbola (v. l.): Organisator Peter Staib, Roger Müller (Ferieinsle), Marco Zumkehr (Hotelcard), Marco Frozza (Autotempel) und Steven Balmer (Adolf Krebs AG).<p class='credit'>(Bild: zvg)</p>

Organisatoren und Sponsoren der Thunbola (v. l.): Organisator Peter Staib, Roger Müller (Ferieinsle), Marco Zumkehr (Hotelcard), Marco Frozza (Autotempel) und Steven Balmer (Adolf Krebs AG).

(Bild: zvg)

Der Thuner Juwelier Peter Staib ist begeistert vom Echo, das die Thunbola in den letzten Monaten ausgelöst hat: «120 Geschäfte machen mit, was gut einem Drittel aller Innenstadtbetriebe entspricht.» Zusammen mit dem sechsköpfigen Nonprofitverein «Thun spielt verrückt» hat er die gemäss eigenen Angaben «grösste Tombola der Schweiz» auf die Beine gestellt.

Ab dem 6. März werden während 24 Wochen 300'000 Lose an die Kunden der mitmachenden Geschäfte verteilt. Zu gewinnen gibt es laut Staib 3400 Preise im Gesamtwert von gut 300'000 Franken. Die ­Geschäfte stellen mindestens 10 Preise aus ihrem Sortiment zur Verfügung und leisten einen Barbeitrag an die Kosten der Aktion.

Auto zu gewinnen

Die Preise werden wöchentlich verlost. Zudem findet am 17. August zwischen 17 und 21 Uhr auf dem Thuner Rathausplatz eine Hauptverlosung mit Konzerten statt. Auftreten werden die regionalen Bands Pur-Jam und Red Shoes. Alle Anwesenden mit einem Los haben zudem die Chance, unter anderem ein Auto und drei Reisen zu gewinnen.

Hinzu kommen weitere Preise im Wert von 12'000 Franken. «Wir erwarten 3000 bis 4000 Leute», meint Staib. Noch nicht geklappt hat es mit dem anfangs angestrebten Eintrag ins «Guinnessbuch der Rekorde». Die bisher grösste Tombola gab es mit 5104 Preisen in Grossbritannien.

Mehr Leute in Stadt bringen

Unabhängig davon habe sich der Einsatz auch so gelohnt. «Vielen Geschäften in der Innenstadt geht es schlecht, viele müssen ums Überleben kämpfen», schildert Staib seine Erfahrungen. In der Innenstadt habe es immer weniger Kunden. Das sei nicht nur in Thun so, auch andere Städte würden unter den Auswirkungen des wachsenden Onlinehandels oder der Konkurrenz durch Einkaufszentren auf der grünen Wiese oder zu wenigen Parkplätzen leiden.

Dieser negativen Entwicklung soll die Thunbola entgegenwirken. «Unser Ziel ist es, mit dieser Aktion Thun noch beliebter zu machen und wieder mehr Kunden in die Innenstadt zu bringen», sagt Staib.

Falls die Aktion erfolgreich über die Bühne geht, soll sie laut Staib in den kommenden Jahren wiederholt werden. Ein allfälliger Gewinn würde dafür eingesetzt. «Entscheiden werden wir nach Abschluss der Aktion im August», sagt Peter Staib.

rdh

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