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3455 Franken für Waisenkinder in Tansania

Kinder des Schulheims Sunneschyn haben in den letzten Monaten selbst hergestellte Lebensmittel verkauft. Der Erlös von rund 3455 Franken geht an ein Waisenheim in Tansania.

Kinder und Lehrkräfte des Schulheims Sunneschyn überreichten Milena Schaller von der Stiftung Nuru (Mitte, graues Shirt) einen Check über 3455 Franken für das Waisenheim Chukuwama in Tansania.
Kinder und Lehrkräfte des Schulheims Sunneschyn überreichten Milena Schaller von der Stiftung Nuru (Mitte, graues Shirt) einen Check über 3455 Franken für das Waisenheim Chukuwama in Tansania.
Gabriel Berger

Bretzeli, Bärlauchpesto, Safrannudeln: Das sind nur einige der Köstlichkeiten, die Kinder des Schulheims Sunneschyn in Steffisburg in den letzten Monaten im Rahmen des Jahresprojekts Essen/Ernährung in ihren Klassen selber hergestellt haben.

Seit Januar verkauften die 7- bis 16-jährigen Schülerinnen und Schüler die Lebensmittel alle drei bis vier Wochen gemeinsam mit ihren Lehrkräften auf dem Märit bei der Landi in Steffisburg, im Bälliz Thun und in Uetendorf.

Die Produkte kamen bei den ­Kundinnen und Kunden offenbar gut an. Insgesamt resultierte ein Reingewinn von 3455 Franken. Gestern nun haben Kinder und Lehrkräfte einen Check in dieser Höhe an Milena Schaller überreicht. Sie ist die Gründerin der 2014 ins Leben gerufenen Stiftung Nuru, die das Waisenheim Chakuwama in Dar es Salaam in Tansania unterstützt.

Im Heim, in dem es an medizinischer Betreuung, Hygiene und Platz fehlt, leben bis zu 80 Kinder in einfachsten Verhältnissen. Zu essen gibt es täglich Reis und Bohnen. «Mit dem Geld, das wir spenden, können 170 Kilo Reis oder Bohnen gekauft werden. Und vielleicht reicht es nun auch einmal für eine Frucht als Dessert», sagte Lehrerin Monika Finger, welche die Idee für den Märitverkauf hatte.

Milena Schaller wird das Geld in wenigen Wochen persönlich in Tansania vorbeibringen und so dafür sorgen, dass die Hilfe wirklich ankommt und für Lebensmittel verwendet wird. «Dieser direkte Draht zum Waisenheim hat die Menschen, welche unsere Produkte gekauft haben, überzeugt», glaubt Lehrerin Veronika Schneider.

«Wir hätten aber nie gedacht, dass so viel Geld zusammenkommt.» Die aktuell 70 Kinder des Schulheims Sunneschyn seien wiederum für das Thema Hunger und unsere Überfluss-Gesellschaft sensibilisiert worden. Am besten verkaufte sich übrigens Konfitüre: 160 Gläser gingen über den Märittisch.

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