Schwarzenegg

3500 Berliner sorgen für Musik

SchwarzeneggWenn im Herbst wetterbedingt Sommer­märit ist, finden Glace und heisse Marroni gleichermassen Abnehmer. Am Schwarzenegg-Märit sorgten 3500 verkaufte Berliner ebenso für Genuss wie auch für Musik.

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«Sie sind gleich bereit», ruft Irene Spycher. Auf ihrer Stirn glänzen ein paar Schweissperlen. Dies liegt auf der Hand. Das Mitglied der Musikgesellschaft Schwarzenegg hatte am Donnerstag am Schwarzenegg-Märit einen ziemlich heissen Job. An der Fritteuse ist sie für die richtige Backqualität der süssen Berliner verantwortlich, während die Herbstsonne für Sommertemperaturen sorgt.

Ein älterer Herr bestellt gleich 15 Stück auf einmal. Damit trägt er dazu bei, dass rund 3500 Stück der mit Konfitüre ­gefüllten Süssspeisen über die Markttheke der einheimischen Musikgesellschaft gehen und dadurch nicht zuletzt für Musik sorgen. «Seit 19 Jahren backen wir hier am Märit die Berliner, sie sind ist eine wichtige Einnahmequelle für unseren Verein», sagt Irene Spycher.

Überhaupt werden am Märit Genüsse und Duft quasi zelebriert. Um so mehr wenn der Herbstmärit, wie an diesem Tag, wetterbedingt zum Sommermärit wird und sich in Schwarzenegg nicht nur das Berner Oberland und das Emmental, sondern ebenso Glace und heisse Marroni die Hand reichen. Beides ist gefragt. «Es läuft gut», sagt Marianne Stalder aus Bern vom Marronistand, während ein paar Marktstände weiter Softeis um Softeis Abnehmer findet.

Wetter lockt viele Besucher

Viele Abnehmer findet ebenso Metzger Markus Liechti aus Röthenbach. Er ist mit seinem Team zum ersten Mal am Märit und führt den Stand seines Vorgängers aus Steffisburg weiter. «Es macht einfach Freude, so wie es heute läuft», meint er kurz und wendet rasch die Plätzli auf dem Grill. Dazu hält er nebst 200 Kilogramm Pommes frites gleich auch noch 21 grosse Hinterschinken, bekannt als Hamme, bereit, welche die Mitarbeitenden direkt am Stand in feine Scheiben schneiden.

Einem ganz anderen Genuss widmet sich am Märit Caramelier Urs Neuenschwander aus Bern. Im Stundentakt produziert er in seiner Pfanne direkt vor Ort Nidletäfeli. «Bis sie verkaufsfertig sind, dauert es etwa 40 Minuten», erläutert er und fügt schmunzelnd an: «Nach 20 Minuten sind sie dann auch schon weg.» Mehr geht nicht.

Schmunzeln kann auch Märitchef Hansruedi Bühler. «Das herrliche Märitwetter hat ausserordentlich viele Besucher angelockt, es waren sicher 8000 Leute oder mehr da», bilanziert er am Abend. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 05.10.2017, 17:28 Uhr

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