Uetendorf

ARA Thunersee präsentierte positive Zahlen

UetendorfDie Ge­meindevertreter vernahmen an der Delegiertenver­sammlung der ARA Thunersee nur erfreuliche Zahlen. Sie genehmigten die positive Rechnung 2016 einstimmig.

Die ARA Thunersee wirtschaftete 2016 günstiger als budgetiert.

Die ARA Thunersee wirtschaftete 2016 günstiger als budgetiert. Bild: kst

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An der Frühjahrsdelegiertenversammlung der ARA Thunersee wurde den Gemeindevertretern die Rechnung 2016 vorgestellt. Von den 35 Verbandsgemeinden waren 22 an der Versammlung anwesend. Gesamtaufwand und -ertrag vor Abschreibungen betragen 7,450 Millionen Franken.

Die Nettobetriebskosten be­laufen sich auf 5,306 Millionen Franken und liegen damit 593'919 Franken unter den budgetierten Kosten. Die Delegierten genehmigten die Rechnung einstimmig. Bei den Gemeinden zu viel bezogene Beiträge werden mit den Beiträgen 2017 ver­rechnet.

Die PAK ist auf Kurs

Betriebsingenieur Hanspeter Reist informierte über den Stand der Arbeiten bei der Pulveraktivkohle-Anlage (PAK). Sie dient der Elimination von Mikroverunreinigungen. Dank des guten Wetters kann der Rohbau in zwei Monaten abgeschlossen werden. Das ist etwas früher als ursprünglich geplant. Auch die Baukosten ­werden tiefer ausfallen als vor­gesehen.

Für die PAK wurde ein Baukredit von 24,4 Millionen Franken bewilligt. Heute ist deshalb bereits klar, dass die In­betriebnahme der neuen Reinigungsstufe der ARA Thunersee im Frühling/Sommer 2018 er­folgen wird. Geschäftsführer Bruno Bangerter hat aufgrund der Daten von vergleichbaren Anlagen ausgerechnet, dass auch die Betriebskosten der neuen Anlage tiefer sein werden als angenommen. Sie werden von prognostizierten 1,4 Millionen Franken pro Jahr neu auf 800'000 Franken zu stehen kommen.

Der Grund ist der tiefere Energieverbrauch und tiefere Energiekosten. Schon plant man bei der ARA Thunersee die Einweihungsfeier für die neue Anlage und einen Tag der offenen Tür für September 2018.

Niedrigerer Energiebedarf

Bruno Bangerter informierte auch über die Situation beim Energieverbrauch. «Seit sieben Jahren haben wir jedes Jahr mehr Strom und Wärme produziert und gleichzeitig auf der Anlage immer weniger verbraucht», sagte Bangerter. Jetzt wird die Energieproduktion umgestellt. Der Bau der Biogasanlage wird noch dieses Jahr fertig, und auch die Fernwärmeleitungen werden jetzt gebaut. Am 1. Oktober soll dieser Zusammenschluss im Energiebereich in Betrieb gehen.

Neu sieht es für die ARA Thunersee so aus, dass sie Wärme und Strom einkauft und Gas und ­Wärme verkauft. Mit diesem Vorgehen erreicht man, dass die KVA in Thun Wärme verkaufen kann, die sonst verloren gehen würde. Zum Beispiel bezieht das Hallenbad in Heimberg in Zukunft Fernwärme von der KVA und nicht wie bisher von der ARA Thunersee.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 24.05.2017, 07:18 Uhr

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