Steffisburg

Containerlager verzögert sich

Steffisburg Die Einsprachen gegen das Containerlager verzögern das Projekt. Aktuell werden die Projektunterlagen ergänzt, unter anderem mit einer Umweltverträglich-keitsprüfung.

Von der Brücke an der Mittelstrasse aus sind die Profile für den Container-Stützpunkt der Armasuisse gut zu sehen.

Von der Brücke an der Mittelstrasse aus sind die Profile für den Container-Stützpunkt der Armasuisse gut zu sehen. Bild: Marco Zysset

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Weil die Armee sich technologisch weiterentwickelt und Material immer flexibler zur Verfügung stehen muss, werden Container in der Militärlogistik immer wichtiger. Dafür will das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) in Steffisburg auf dem Areal des bestehenden Armeelogistikcenters ein neues Containerlager bauen.

Geplant ist eine neue Containerhalle für bis zu 200 Container, mit permanenten Arbeitsplätzen sowie Werkstätten für die Instandhaltung der Container, einer WC-Anlage und einem Sicherheitsraum. Der Platz vor der Halle wird als Rangierfläche für das Be- und Entladen der Transportmittel ausgestaltet. 130 bestehende Parkplätze müssen weichen. Für sie wird im Rahmen des 21-Millionen-Projekts ein Ersatz gebaut.

Auch Gemeinde wehrt sich

Gegen das Projekt setzten sich sowohl die Gemeinde als auch Anwohner mit Einsprachen zur Wehr. «Die Einsprache basiert grundsätzlich auf folgenden Grundlagen und Themen: fehlende Umweltverträglichkeitsprüfung, Lärmschutz, Schutz vor Lichtimmissionen, Gewässerschutz, Energie, Orts- und Landschaftsschutz», begründete die Gemeinde im September 2016 ­ihre Einsprache (wir haben berichtet).

Ein Jahr Verspätung

Seither tat sich auf dem Areal des Armeelogistikcenters nicht viel, einzig die Profile ragen immer krummer in die Höhe. «Das VBS ist derzeit daran, die Projektunterlagen zu ergänzen», sagt Sprecher Renato Kalbermatten auf Anfrage. So müsse unter anderem eine Umweltverträglichkeitsprüfung gemacht werden.

Wie der weitere Zeitplan aussieht und bis wann mit einem Ein­spracheentscheid zu rechnen ist, konnte Kalbermatten nicht sagen. «Klar ist aber, dass sich das Projekt um mindestens ein Jahr verzögern wird», sagte er – und liess damit indirekt durchblicken, dass das VBS trotz des Widerstands an seiner Planung festhalten dürfte. (Berner Zeitung)

Erstellt: 24.07.2017, 06:58 Uhr

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