Thun

Diese Kommission organisiert den Ausschiesset

ThunKadettinnen und Kadetten bevölkern bald wieder die Altstadt und verzücken die Ausschiesset-Fans. Organisiert wird der Traditionsanlass von einer neunköpfigen Kadettenkommission.

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Die für viele Thunerinnen und Thuner «drei schönsten Tage im Jahr» stehen vor der Tür: Am Sonntag, 23. September, startet der dreitägige Ausschiesset mit Eröffnungsumzug und Kanonenschuss, am Montag warten die Fahnenübergabe und der Auftritt des Fulehung auf, und am Dienstag folgt der krönende Abschluss mit dem Gesslerschiessen am Berntor.

Darüber hinaus finden während dieser Tage zahlreiche weitere Aktivitäten statt, die für Unterhaltung, Tradition und Ausnahmesituationen sorgen. Dass die Kadettinnen und Kadetten an den Umzügen die blaue Uniformen tragen können, an den Kadettentagen alles klappt und die Jugendlichen während des Jahres aus vielseitigen Sport- und Musikangebote auswählen können, dafür sorgen die rund fünfzig Kadettenleiterinnen und -leiter.

Verantwortlich für den gesamten Korpsbetrieb ist ­jedoch die im Hintergrund agierende Kadettenkommission der Stadt Thun.

Für Finanzen verantwortlich

Die Kommission steht dem Kadettenkorps als traditionsreichste Jugendorganisation der Stadt vor – und ist sozusagen die Chefin des Kadettenkorpsleiters Thomas Balsiger. Das Kadettenwesen und die Kadettenkommission, deren Trägerin die Einwohnergemeinde Thun ist, sind der Direktion Bildung, Sport, Kultur unterstellt.

«Daher sind die Aufgaben im durch den Stadtrat beschlossenen Reglement über das Thuner Kadettenwesen vorgegeben», erklärt Hans-Jürg Stettler, seit sieben Jahren Präsident der Kommission.

Und: «Unser neunköpfiges Gremium organisiert den Ausschiesset und ist für die finanziellen Belange des Korps verantwortlich.» Mit den Gemeindewahlen vom 25. November werden nun auch die politischen Vertreter der Kommission für die neue Legislatur definiert.

Drei Personen demissionieren

«Drei Mitglieder werden sich ­zurückziehen», weiss Hans-Jürg Stettler. Es seien dies Felix Bangerter, Marlen Erb Frei und Daniel Wyttenbach. «Ich selbst bin nun seit fast zwei Legislaturen dabei und werde», kündigt Stettler an, «per Ende nächsten Jahres auch Platz machen und als Präsident zurücktreten.»

Es sei an der Zeit, Jüngeren den Weg freizugeben. «Die Kommissionsarbeit ist interessant und gelegentlich aufwendig», sagt der Präsident. Es brauche ungefähr ein Jahr, bis ein Mitglied den Durchblick habe und die Abläufe und Zusammenhänge kenne. «Ein neues Mitglied muss erst einmal ein gesamtes Kadettenjahr durchleben.»

«Die Arbeit der Mitglieder in der ­Kadettenkommis­sion ist für die ­Öffentlichkeit kaum sichtbar.»Hans-Jürg Stettler

Die Personen, welche in der Kommission mithelfen und einen zeitweise grossen Teil der Freizeit in den Dienst des Korps stecken, hätten meist einen persönlichen Bezug zum Kadettenwesen. So sei es auch bei ihm gewesen.

Seine Frau Sandra und er wie auch die beiden Söhne seien bei den Kadetten ­gewesen. «Dies alles war meine Hauptmotivation, weshalb ich dieses Amt übernommen habe und die traditionsreiche Jugendorganisation unterstütze», so Hans-Jürg Stettler.

Arbeit im Hintergrund

Die Arbeit der Kommissionsmitglieder ist für die Öffentlichkeit kaum sichtbar, jedoch breit. «Es sind vor allem administrative und keine operativen Aufgaben», sagt der Präsident. Ihr obliege die Aufsicht über den Betrieb des Kadetten- und des Armbrustschützenkorps sowie der Kadettenmusik und des Tambourenkorps.

«Die Kommission wählt den Korpsleiter sowie die übrigen Leiterinnen und Leiter.» Sie erlasse zudem die für den Korpsbetrieb erforderlichen Weisungen und Richtlinien, organisiert nebst dem Ausschiesset auch die Kadettentage in Thun. «Diese werden übrigens», erwähnt Hans-Jürg Stettler, «das nächste Mal 2023 und 2024 wieder in Thun stattfinden.»

Zudem führt die Kommission die Kasse des Korps und stellt bei Bedarf Anträge zuhanden des Direktionsvorstehers bei der Stadt oder der zuständigen Behörde.

Vorfreude auf das letzte Jahr

Hans-Jürg Stettler ist gespannt, wer die drei scheidenden Mitglieder ersetzen wird. «Es kommt darauf an, wie die Gemeindewahlen verlaufen und welche Personen von den Parteien für die Kommission empfohlen werden.»

Spätestens an der Märzsitzung sei die neue Zusammensetzung klar – und die Kommission konstituiere sich neu. «Aber jetzt freue ich mich vor allem auf den Ausschiesset», betont der Kommissionspräsident und damit der höchste Kadettenmann, «und danach stelle ich mich auf mein letztes Jahr ein – und auch darauf freue ich mich.»

(Thuner Tagblatt)

Erstellt: 04.09.2018, 22:41 Uhr

Neun Mitglieder

Die Kadettenkommission Thun ist eine ständige Kommission der Stadt Thun und umfasst neun Mitglieder. Sie setzt sich aus vier Fachvertretern und fünf Vertretern von politischen Parteien zusammen.

Entsprechend den Resultaten aus den Gemeindewahlen – das nächste Mal am 25. November – können die Parteien Kommissionsmitglieder stellen. Noch bis Ende dieser Legislatur sind dies Felix Bangerter (Vizepräsident, SVP), Marlen Erb Frei (GFL), Manfred Locher (EDU), Hans Peter Steiner (SVP) und Daniel Wyttenbach (BDP).

Die vier Fachvertreter, in der Regel zwei Schulvorsteher und zwei Vertreter der «Vereinigung ehemaliger Thuner Prögeler» (VTP), sind Roland Pfäffli (Oberstufenschule Länggasse), Daniel Sommer (Sekretär, Primarschulen und Kindergärten Gotthelf, Obermatt und Schoren), Hans-Jürg Stettler (Präsident, Thuner Kadettenverein, TKV) und Bernhard Widmer (Kassier, VTP). Sämtliche Kommissionsmitglieder werden durch den Gemeinderat gewählt.

An den Kommissionssitzungen nehmen zudem vier Korpsvertreter teil: Korpsleiter Thomas Balsiger, Armbrustschützenkorpsleiterin Cornelia Küng-Inniger, Bernhard Spörri (Koordinator Musik und Tambouren) sowie Bruno Grunder, der das rund 30-köpfige Leiterteam vertritt.

sft

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