Thun

In diesem Jahr verschwinden in Thun 190 Parkplätze

ThunDie Stadt Thun macht vorwärts mit der Aufhebung der Parkplätze in der Innenstadt: Im aktuellen Amtsanzeiger wird die Streichung von rund 190 Plätzen verfügt. Die ersten Parkplätze werden bereits Anfang April aufgehoben.

Werden im November aufgehoben: Die 80 Parkplätze auf dem Hoffmann-Areal hinter der Thuner Hauptpost.

Werden im November aufgehoben: Die 80 Parkplätze auf dem Hoffmann-Areal hinter der Thuner Hauptpost. Bild: Patric Spahni

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Stadt will in den nächsten Monaten weitere Parkplätze in der Innenstadt aufheben. Die entsprechenden vierzehn Verkehrsmassnahmen sind im heutigen Amtsanzeiger publiziert und beziehen sich auf insgesamt 182 Parkplätze sowie fünf Güterumschlagplätze.

Hintergrund der Massnahmen ist das städtische Parkraumkonzept aus dem Jahr 2012, welches die Aufhebung von rund 240 oberirdischen Parkplätzen im Zusammenhang mit der Eröffnung des Schlossberg-Parkings vorsieht. Dieses bietet ab November rund 300 neue Parkplätze. Auf diesen Termin hin will die Stadt auch das neue Parkleitsystem einführen.

Keine aufschiebende Wirkung

Bereits Anfang April sollen die ersten 55 Parkplätze aufgehoben werden. So an der Bernstrasse, beim Täntsch, am Lauenenweg, an der Burgstrasse hinter dem Schloss, am Plätzli Reber, an der Grabenstrasse sowie an der Marktgasse. Dies, weil dann auch die Bauarbeiten beim Berntorkreisel sowie am Lauitorstutz beginnen, welche ein Einbahnregime zur Folge haben: «Wir haben gar keine andere Wahl», sagt dazu Stadtingenieur Rolf Maurer. «Wenn wir den Verkehr durch die Stadt bringen wollen, müssen diese Parkplätze weg.»

Damit dies juristisch überhaupt möglich ist, wird allfälligen Beschwerden die aufschiebende Wirkung entzogen: «Nur so können wir das Bauprogramm auch wie geplant durchziehen», ergänzt der zuständige Gemeinderat Konrad Hädener (CVP). Er räumt ein, dass diese Parkplätze nicht wie geplant definitiv aufgehoben werden können, falls ein Beschwerdeverfahren ins Laufen kommt: «Dann müssten wir die Parkplätze nach dem Abschluss der Bauarbeiten im Herbst wieder neu einzeichnen.»

Weitere 132 Plätze folgen

Ebenfalls im heutigen Amtsanzeiger publiziert ist die Aufhebung jener 127 Parkplätze und von fünf Umschlagplätzen, welche auf die Eröffnung des Parkhauses im Schlossberg umgesetzt wird. Allein auf dem Hoffmann-Areal hinter der Hauptpost fallen so auf einen Schlag 80 Parkplätze weg. Weiter sind Parkplätze an der Gerberngasse, am Bärenplatz, in der Unteren und der Oberen Hauptgasse sowie im Bälliz betroffen.

Gegen diese Aufhebung können Personen, welche eine ausserordentliche Betroffenheit geltend machen können, innert 30 Tagen beim Gemeinderat Beschwerde erheben.

Organisationen mit an Bord

Konrad Hädener geht davon aus, dass die Innenstadtgenossenschaft, der Innenstadtleist, der VCS, TCS und die Thuner KMU keine Beschwerde führen werden, weil diese Organisationen die konkrete Umsetzung der Parkplatzaufhebung mit der Stadt erarbeitet haben: «Diese Begleitgruppe hat das Vorgehen einvernehmlich verabschiedet», erklärte er am Mittwoch gegenüber dieser Zeitung.

Für Hädener ist aber klar, dass sich private Geschäftsbesitzer in der Innenstadt jetzt, wo die Umsetzung unmittelbar bevorsteht, durchaus zur Wehr setzen könnten: «Deshalb haben wir auch diese Massnahmen, welche erst im November umgesetzt werden, bereits jetzt publiziert», sagt der Thuner Bauvorsteher. «So bleibt genügend Zeit dazu, allfällige ­Beschwerdeverfahren abzuwickeln.»

Ihnen gehts im April an den Kragen: Die Parkplätze am Lauenenweg. Bild: Patric Spahni

Nicht alles geklärt

Noch offen ist derzeit, was mit den Parkplätzen auf dem Stadthofplatz im oberen Bälliz sowie in der Berntorgasse geschieht. Deren Aufhebung ist derzeit nicht publiziert. «Wir sind daran, uns mit der Begleitgruppe zu einigen», sagt Konrad Hädener dazu. Gerade bei der Berntorgasse hätte sich die Ausgangslage durch deren Umgestaltung verändert. «Dort möchten wir eigentlich den Status quo mit den Parkplätzen beim Altersheim beibehalten», erklärt er die Haltung der Stadt.

Etwas anders präsentiert sich die Situation beim Stadthofplatz, welcher auch Behindertenparkplätze beinhaltet. Hier möchte die Stadt die noch verbleibenden Parkplätze in der Innenstadt wie diejenigen an der Freienhofgasse zusammenfassen und so auch künftig einen kleinen Grundstock an Kurzzeitparkplätzen anbieten.

Für Konrad Hädener ist aber schon jetzt klar: «Vor einer definitiven Einigung müssen wir die Verkehrssituation im Bälliz ganz allgemein klären». Diese Diskussion werde sowieso die entscheidende sein: «Es wird eine grosse Herausforderung, eine Regelung zu finden, welche den Durchgangsverkehr einschränkt, ohne dass das wirtschaftliche Leben erstickt wird», sagt Hädener. Eine völlig verkehrsfreie Innenstadt werde es wegen deren speziellen Lage wohl nie geben. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 14.02.2018, 09:53 Uhr

Artikel zum Thema

7180 Kubikmeter Beton sind verbaut

Thun Es war eine «Grundsteinlegung» der anderen Art: Am Dienstag wurde der letzte Beton für die Fahrbahnplatten des Schlossbergparkings verbaut – mit einer «Zeitkapsel», in der sich das aktuelle «Thuner Tagblatt» befindet. Mehr...

3,35 Millionen fliessen in den Boden

Thun Der Stadtrat hat am Freitag oppositionslos 3,35 Millionen Franken für die Sanierung des Abwassersystems im Raum Berntor bewilligt. Die zu ersetzenden Leitungen sind teilweise über hundert Jahre alt. Mehr...

Wirbel um die Parkplätze

Thun Der VCS wehrt sich mit einer Beschwerde dagegen, dass die Stadt die Parkplätze vor dem Vistapark mieten und der Öffentlichkeit zugänglich machen will. Dies widerspreche dem Parkraumkonzept der Stadt und damit auch der Abstimmungsbotschaft zum Bahnhof-Parking. Mehr...

Paid Post

Es gibt Besseres als Escorts

Echte Erotik und richtigen Sex, bei dem beide Lust aufeinander haben, findet man nicht bei Escorts. Aber dafür beim Casual-Dating im Internet.

Kommentare

Die Welt in Bildern

Nacktbaden: TeilnehmerInnen des Dark Mofo Sommersonnenwenden Nackschwimmens stürzen sich in den Fluss Derwent im australischen Hobart. (22.Juni 2018)
(Bild: Rob Blakers/EPA) Mehr...