Neuer Koloss an der Aarestrasse

Thun

An der Aarestrasse soll schon bald ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Das rund 17,5 Millionen Franken teure Projekt ist eine Investition der Immobilienab­teilung der Suva.

Die Visualisierung zeigt das geplante Gebäude an der Aarestrasse.<p class='credit'>(Bild: zvg)</p>

Die Visualisierung zeigt das geplante Gebäude an der Aarestrasse.

(Bild: zvg)

Momentan befindet sich an der Aarestrasse 36 noch ein Parkplatz, in zwei Jahren soll hier jedoch ein Neubau entstehen: Die Unfallversicherung Suva plant ein grosses Wohn- und Geschäftsgebäude mit Flächen für Verkaufs- und Dienstleistungsangebote und für grosszügige Wohnungskonzepte auf sechs Stockwerken.

Baustart im Winter

Der definitive Baustart ist laut Serkan Isik, Mediensprecher der Suva, noch vom Erhalt der Baubewilligung abhängig. «Ziel ist es, während den tiefen Grundwasserständen im kommenden Winter mit den Tiefbauarbeiten zu starten», sagt Isik. Das Gebäude könne dann im besten Fall Ende 2019 bezogen werden.

Für den Neubau sind unter anderem 35 Wohnungen geplant. 25 davon werden 2½-Zimmer-Wohnungen mit je einer Fläche zwischen 54 und 63 Quadratmetern sein. Die restlichen Wohnungen werden je fünf 1½- und 3½-Zimmer-Wohnungen mit einer Gesamtfläche von rund 45 Quadratmetern beziehungsweise rund 70 Quadratmetern. Ausserdem sind das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss für Verkaufs- und Dienstleistungsflächen vorgesehen.

Keine Einschränkungen

Trotz der grossen Baustelle soll es keine besonderen Einschränkungen für Passanten und Automobilisten geben. Während der gesamten Bauzeit soll der Malerweg nämlich für Fussgänger passierbar und für Autofahrer befahrbar bleiben. Auch alle Parkplätze und Tiefgaragen sollen weiterhin erreichbar sein.

Da die Arkade entlang der Aarestrasse verlängert wird, kann dieser Bereich nicht benutzt werden, für eine Alternative ist jedoch schon gesorgt. «Vorgesehen ist, dass die Fussgänger entlang der Arkade Aarestrasse über provisorische Fussgängerstreifen die Seite wechseln», sagt Serkan Isik von der Suva.

«Kann nur von Vorteil sein»

Für Manfred Fasnacht, Präsident der Mietervereinigung Aarezentrum Thun, ist der Neubau eine durchaus positive Entwicklung. «Wenn die Aarestrasse dadurch belebt wird, ist das für uns umso besser», sagt Fasnacht, der auch für das Marketing des Aarezentrums verantwortlich ist.

«Wir haben zwar das beliebteste Parkhaus der Stadt, wenn aber noch mehr Leute angezogen werden, kann das nur von Vorteil sein. Und es wird bestimmt auch der Innenstadt helfen.» Eine allfällige Konkurrenz zwischen den Geschäften macht Fasnacht keine Angst. Laut Serkan Isik habe die Vermarktung der Verkaufs- und Dienstleistungsflächen aber noch nicht begonnen.

Die Suva wird als Eigentümerin der Immobilie rund 17,5 Millionen Franken in das Projekt investieren. «Im Rahmen ihrer Anlagetätigkeit investiert die Suva unter anderem auch in Immobilienanlagen», sagt Isik. Die Suva investiert dazu einen Teil ihres Rentendeckungskapitals. Das Ziel sei es, das Geld ihrer Kundinnen und Kunden sicher und nachhaltig anzulegen.

Der Auflageort des Baugesuchs ist das Bauinspektorat der Stadt Thun. Einsprachen können schriftlich und begründet bis zum 7. August beim städtischen Bauinspektorat eingereicht ­werden.

Berner Zeitung

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