Thun

Raiffeisenbank will mehr Eigenkapital

ThunUm rund 10 bis 15 Millionen Franken will die Raiffeisenbank Thunersee ein Jahr nach der Fusion ihr Eigenkapital stärken. Dazu hat sie die Genossenschafterinnen und Genossenschafter aufgerufen, zusätzliche Anteilscheine zu zeichnen.

Rekordaufmarsch an der Versammlung:?1515 Genossenschafterinnen und Genossenschafter.

Rekordaufmarsch an der Versammlung:?1515 Genossenschafterinnen und Genossenschafter. Bild: Stefan Kammermann

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Die Generalversammlung der Raiffeisenbank Thunersee startete am Donnerstagabend auf dem Expogelände in Thun mit einem Rekordaufmarsch. Ein Jahr nach der Fusion der beiden Raiffeisenbanken Thun und ­Thunersee-Süd wollten sich gleich 1515 Genossenschafterinnen und Genossenschafter aus erster Hand über das Geschäftsergebnis informieren lassen. Und es lässt sich sehen. «Die Fusion war der richtige Schritt, wir sind auf Kurs und dürfen auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken», sagte Verwaltungsratspräsident Heinz Egli.

Mit einem Wachstum von 3,1 Prozent konnte die fusionierte Bank ihre starke Position im Hypothekargeschäft behaupten. Wie der Verwaltungsratspräsident weiter ausführte, will die Bank allerdings nicht um jeden Preis weiterwachsen. «Sicherheit ist uns wichtiger», sagte Heinz Egli weiter. Die Bank hat nicht zuletzt deshalb eine Zeichnung von zusätzlichen Anteilscheinen für Mitglieder gestartet. Für bis zu maximal 20 000 Franken können Genossenschafterinnen zusätzliche Anteilscheine zeichnen, die künftig zu 2 bis 2,75 Prozent, statt wie bisher zu 6 Prozent, verzinst werden. 10 bis 15 Millionen Franken sollen so zusammenkommen und das Eigenkapital von derzeit rund 12 Millionen Franken stärken.

«Die Zeichnung ist gut angelaufen, rund ein Drittel des erwarteten Betrags haben wir bereits erreicht», erläuterte Heinz Egli gegenüber dieser Zeitung am Anlass.

Erstmals über eine Milliarde

Wie Marcel Andrey, Vorsitzender der Bankleitung an der Versammlung ausführte, stieg mit der Fusion die Bilanzsumme erstmals auf über 1,1 Milliarden Franken. «Dies ist ein sehr erfreuliches Ergebnis in einem schwierigen Umfeld», sagte er. Und entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Plus von einem Prozent. Die Kundenausleihungen stiegen dabei um 3,1 Prozent auf 1,049 Milliarden Franken.

Dieses Wachstum trage massgeblich zum Bruttoerfolg von 12,6 Millionen Franken aus dem Zinsgeschäft bei. Gewachsen ist die Raiffeisenbank Thun ebenso in Sachen Kundengelder. Diese stiegen um 3,3 Prozent auf rund 770 Millionen Franken. Nach Abschreibungen und Steuern präsentierte die Raiffeisenbank einen Gewinn von 539 600 Franken, dieser liegt um 2,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Von den Genossenschafterinnen gutgeheissen wurde zudem die Verzinsung der Anteilscheine zu 6 Prozent.

Kein Thema ist für die Bank im Moment das Schliessen von Geschäftsstellen. Allerdings wurden da und dort die Öffnungszeiten den Kundenfrequenzen angepasst. «Weil das E-Banking laufend zunimmt, werden immer weniger Geschäfte direkt am Schalter erledigt», erläuterte Verwaltungsratspräsident Heinz Egli. Der Thuner Verwaltungsrat Michael Steiner wurde schliesslich für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. (Berner Zeitung)

Erstellt: 19.03.2016, 13:12 Uhr

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