Wieder lässt Hänni Herzen höherschlagen

Luca Hänni singt am Samstag im Final des ESC in Tel Aviv. Seit seinem Sieg bei der Castingshow «Deutschland sucht den Superstar» lässt der Sänger, der in Uetendorf aufgewachsen ist, Herzen höherschlagen. Ein Rückblick in Bildern.

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Marco Zysset@zyssetli

Wenn Luca Hänni heute Abend im ESC-Finale auf der ganz grossen Bühne steht, sind ziemlich genau sieben Jahre und drei Wochen vergangen, seit er zum Sieger der TV-Show «Deutschland sucht den Superstar» erkoren wurde – wo er in der Finalsendung unter anderem den Berner Jesse Ritch hinter sich liess. Während die deutsche «Bild»-Zeitung Hänni heute für den Finaleinzug feiert, schnödete der damalige Chefreporter Daniel L. Cremer vor dem DSDS-Final noch: «Ihm geht die Wandelbarkeit ab – und wer sich langfristig im Gespräch und damit im Geschäft halten will, der braucht auch ab und zu einen kleinen Skandal.»

Wandelbar

Dass Luca Hänni durchaus wandelbar ist, hat er in den folgenden Jahren bewiesen: 2013 sang er bei den Thuner Seespielen in «Der Besuch der alten Dame», 2016 trat er bei «Thun Meets Army and Air Force» auf oder gastierte mit SCB-Star Eric Blum bei Gitarrenheld Zlatko «Slädu» Perica in der Wash-Bar in Bern. 2018 spielte Hänni bei «Leben Live», einem Grossanlass von regionalen Freikirchen, trat in der «Helene-Fischer-Show» auf, wo er einen viel beachteten Duettauftritt mit der Schlagerqueen aufs Parkett legte.

Apropos Parkett und wandelbar: Womöglich legte Luca Hänni den Grundstein zu seiner ESC-Finalteilnahme im Jahr 2017: Bis dahin eher als Tanzmuffel verrufen, gewann er die TV-Show «Dance Dance Dance» in Deutschland – und überzeugte am Donnerstag im ESC-Halbfinale namentlich auch mit seiner tänzerischen Leistung. Oder wie die «Bild»-Zeitung nun plötzlich lobte: Hänni habe gewirbelt, «wie es selbst Superstar Justin Timberlake (38) nicht besser hätte machen können».

Fehlprognosen

Mit ihren Fehlprognosen war die deutsche Boulevardzeitung indes nicht die Einzige. Auch in heimischen Landen schlug dem Youngster nach seinem DSDS-Sieg neben viel Liebe junger Mädchen auch Häme entgegen: «Es ist schön, dass Luca jetzt noch ein paar Konzerte spielen kann. Denn in zwei Jahren wird er wieder auf dem Bau arbeiten», liess sich der damalige «Hitparade»-Moderator Nik Thomi im Herbst 2012 anlässlich von Hännis Auftritt in Uetendorf zitieren. In seiner heutigen Funktion als Kommunikationsverantwortlicher des FC Thun dürfte Thomi indes dieses Wochenende andere Prioritäten haben.

Eurovision Song Contest: Liveübertragung des Finals am Samstag, 21 Uhr, SRF 1

Berner Zeitung

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