Thun/Uetendorf

Zweites Gleis gegen Verspätungen in Thun

Thun/UetendorfDamit die Passagiere ihre Anschlüsse nicht mehr verpassen, will die BLS zwischen Thun und Uetendorf auf zwei Spuren ausbauen.

Die Haltestelle Uetendorf Allmend:?Auch hier möchte die BLS das Gleis auf zwei Spuren ausbauen.

Die Haltestelle Uetendorf Allmend:?Auch hier möchte die BLS das Gleis auf zwei Spuren ausbauen. Bild: Marc Imboden

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Wer mit der S-Bahn durchs Gürbetal nach Thun fährt und hier in einen Zug Richtung Oberland oder Wallis umsteigen möchte, hat oft das Nachsehen: Die Anschlusszeiten in Thun sind knapp bemessen – so knapp, dass eine kleine Verspätung reicht, den Zug zu verpassen. Das Problem: «Die S-Bahnen nach Thun und jene in der Gegenrichtung können nur beim Bahnhof Uetendorf kreuzen», erklärte BLS-Sprecherin Helene Soltermann auf Anfrage.

«Deshalb möchten wir die Strecke zwischen Uetendorf und dem Lerchenfeld auf einer Länge von rund drei Kilometern auf zwei Spuren ausbauen.» Die Züge müssen danach nicht mehr am Bahnhof Uetendorf warten, um sich zu kreuzen, womit Verspätungen vermieden werden können. Der Doppelspurausbau ist laut Soltermann auch nötig, weil nach Infrastrukturausbauten im Raum Bern die Abfahrtszeiten der Fernverkehrszüge in Thun verändert würden. Dies habe zur Folge, dass die S-Bahnen aus dem Gürbetal früher in Thun sein müssten, damit die Anschlüsse gewährleistet seien.Das Projekt umfasst im Wesentlichen folgende Elemente:

Neubau einer zweiten Gleistrasse mit doppeltem Spurwechsel zwischen Uetendorf und Uetendorf Allmend, inklusive Neubau der Bahntechnik nach Vorgabe der BLS-Fachdienste, wie es in der Ausschreibung des Projektes heisst;

Umbau des bestehenden Abstellgleises zwischen Uetendorf Allmend und Lerchenfeld auf durchgehende Doppelspur.

Bahnhof behindertengerecht

Zum Projekt gehört zudem der Umbau der Haltestelle Uetendorf Allmend zu einer attraktiven und kundenfreundlichen Bahnhofanlage. «Sie soll künftig unserem S-Bahn-Standard entsprechen», führte Helene Soltermann aus. Zudem erfülle die Haltestelle nach dem Umbau die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes. «Das bedeutet: höhere und längere Perrons sowie eine Unterführung mit Treppen und Rampen.» Die umgestaltete Haltestelle ­Uetendorf Allmend soll zudem einen Mittelperron erhalten, der teilweise überdacht sein wird, sowie neue Velounterstände.

Den Auftrag für die detaillierte Projektausarbeitung hat das Ingenieur- und Planungsunternehmen Kissling + Zbinden AG aus Spiez erhalten. Gemäss Simap.ch, dem Informationssystem über das öffentliche Beschaffungswesen in der Schweiz, haben Kissling + Zbinden mit 440'000 Franken das wirtschaftlich günstigste Angebot gemacht, das nicht nur punkto Preis, sondern qualitativ überzeugt habe.

Wie teuer der Doppelspurausbau und die Modernisierung der Haltestelle Uetendorf-Allmend werden, ist allerdings noch offen. Laut BLS-Sprecherin Helene Soltermann geht man von einem zweistelligen Millionenbetrag aus. Für das eisenbahnrechtliche Baubewilligungsverfahren soll das Dossier voraussichtlich Ende 2017 beim Bundesamt für Verkehr eingereicht werden. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 18.07.2016, 21:30 Uhr

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