Aarekino knackt 4'000er-Marke

Am Sonntagabend ging die achte Ausgabe des Aarekinos zu Ende. Die Bilanz der Organisatoren fällt positiv aus: 4092 Personen besuchten insgesamt die 15 Filme – es ist das zweitbeste Resultat der Geschichte.

Impression des diesjährigen Aarekinos bei der Zündkapselfabrik. Dieses lockte über 4'000 Personen vor die Leinwand, die auf der anderen Aareseite installiert ist.

Impression des diesjährigen Aarekinos bei der Zündkapselfabrik. Dieses lockte über 4'000 Personen vor die Leinwand, die auf der anderen Aareseite installiert ist.

(Bild: PD)

Mit einem Wolkenbruch ging das diesjährige Aarekino beim Restaurant Zündkapselfabrik am späten Sonntagabend zu Ende – allerdings nur auf der Kinoleinwand. Dort lief «Wolkenbruch», die Verfilmung des Romanbestsellers von Thomas Meyer mit Joel Basman in der Hauptrolle.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Tribüne blieben derweil trocken – höchstens ein paar Lachtränen dürften geflossen sein. Überhaupt meinten es die Wettergötter gut mit der achten Ausgabe des Aarekinos. Am 14. Juli habe es bei «Der Junge muss an die frische Luft» stark geregnet – «ansonsten war es während der Vorstellungen immer trocken», sagt Stefan Joos, Bereichsleiter Gastronomie der Stiftung Transfair, die das Aarekino organisiert. Seine Bilanz fällt denn auch positiv aus: «Wir sind sehr zufrieden und haben auch gute Feedbacks erhalten.»

Nur einmal noch mehr Zuschauer

Mit insgesamt 4092 Eintritten wurde zum zweiten Mal nach der Ausgabe von 2017 die 4'000er-Marke übertroffen. Den damaligen Rekord von 4249 Zuschauerinnen und Zuschauern erreichte das Aarekino zwar nicht – der Vorjahreswert von 3824 wurde aber deutlich übertroffen. Der Durchschnitt lag bei 273 Besucherinnen und Besuchern gegenüber 283 im Rekordjahr. 7 von 15 Vorstellungen waren ausverkauft (vgl. Kasten).

Grossen Anklang fanden laut Stefan Joos vor allem die Komödien und Musikfilme – diese ­seien bereits im Vorfeld sehr gut ausgebucht gewesen. «Schwerere Filmkost lief weniger gut», führt Joos aus. Und: Die Schweizer Filme hätten dieses Jahr weniger Anklang beim Publikum gefunden – bis auf den eingangs erwähnten «Wolkenbruch», der ausverkauft war.

Neues Team sammelte Erfahrungen

Die mit dem Filmprogramm gesammelten Erfahrungen würden 2020 sicher eingebracht, sagt Stefan Joos. Dieses Jahr war erstmals ein neues Team bei der Sozialfirma Transfair für die Durchführung zuständig. «Die Organisation hat reibungslos geklappt», bilanziert Joos.

«Es ist schwierig, abzuschätzen, ob es schwarze Zahlen gibt.»Stefan JoosBereichsleiter Gastronomieder Stiftung Transfair

Während der zwei Aarekino-Wochen hätten wiederum Menschen mit und ohne Beeinträchtigung Hand in Hand zusammengearbeitet. Kleinere Verbesserungen bei der Infrastruktur seien für nächstes Jahr denkbar – so könnte etwa die Sicht von der Restaurantterrasse auf die Leinwand verbessert werden. Die Daten für die neunte Ausgabe des Aarekinos stehen provi­sorisch bereits fest: Vom 5. bis 19. Juli 2020 sollen wiederum 15 Filme gezeigt werden.

Schwarze Zahlen? «Ich hoffe, dass es reicht»

Können die Organisatoren des Aarekinos nach der erfolgreichen Ausgabe 2019 mit schwarzen Zahlen rechnen? «Das ist schwierig abzuschätzen», antwortet der Bereichsleiter Gastronomie. Die Abrechnung sei noch nicht komplett – «ich hoffe, dass es reicht». Die Infrastruktur für das Open-Air-Kino sei teuer; ohne Sponsoren wäre laut Joos eine Durchführung schlicht nicht möglich.

www.aarekino.ch

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