Zum Hauptinhalt springen

Alkohol-Verkauf an Jugendliche an Thuner Veranstaltungen rückläufig

In Thun und Umgebung wurden im vergangenen Jahr knapp 90 Alkohol-Testkäufe mit Jugendlichen durchgeführt. In 16 Fällen wurden den Jugendlichen Alkohol verkauft.

Der Alkoholverkauf an Jugendliche in der Region Thun ist rückläufig. Dennoch wurde in 16 Fällen der Jugendschutz verletzt. (Symbolbild)
Der Alkoholverkauf an Jugendliche in der Region Thun ist rückläufig. Dennoch wurde in 16 Fällen der Jugendschutz verletzt. (Symbolbild)
Stefan Schaufelberger

Noch 2015 erhielten jugendliche Testkäufer an Veranstaltungen in der Region Thun in 7 von 10 Fällen unrechtmässig Alkohol. Ein Jahr später hat sich die Situation deutlich verbessert: Bei 16 Testkäufen fielen nur noch 3 Veranstalter durch.

Dies entspricht für 2016 einer Beanstandungsquote von knapp 19 Prozent, wie die Stadt Thun am Donnerstag mitteilte. 2015 lagen die Verstösse bei den Testkäufen an Veranstaltungen gar bei 70 Prozent. Umgekehrt verlief die Entwicklung beim Verkauf von Tabakwaren. Wurden 2015 lediglich 8 Prozent der getesteten Betriebe beim Verkauf von Zigaretten an Jugendliche erwischt, waren es 2016 rund 19 Prozent.

69 Testkäufe in Restaurants und im Detailhandel

Zudem wurden in den Monaten Januar bis November 2016 insgesamt 69 Testkäufe in Restaurants und im Detailhandel in den Gemeinden Thun, Heimberg, Spiez, Steffisburg, Uetendorf und Uttigen durchgeführt. Dabei kam es in 13 Fällen zu Beanstandungen (19 Prozent). Im Vorjahr lag die Durchfallquote noch bei 32 Prozent.

Alkoholverkaufsverbot im Wiederholungsfall

Dass die Verstösse gegen die Einhaltung der Altersgrenzen insgesamt rückläufig sind, führen die Behörden auf die Wirksamkeit der Kontrollen vor Ort zurück. Die jugendlichen Testkäufer werden jeweils von Mitarbeitenden aus der Verwaltung und von Jugendarbeitern begleitet.

Fehlbare Betriebe werden dem zuständigen Regierungsstatthalteramt gemeldet. In der Regel bleibt es bei einer Verwarnung. Im Wiederholungsfall kann ein Alkoholverkaufsverbot von bis zu drei Monaten oder eine Sortimentskürzung die Folge sein. Zudem müssen die fehlbaren Betriebe ihre Jugendschutzkonzepte überarbeiten und das Personal schulen. Das Blaue Kreuz bietet entsprechende Schulungen an.

Weitere Informationen unter: www.jugenschutzbern.ch

SDA/tag

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch