Zum Hauptinhalt springen

Alpkäse bringt Freude und Sorgen

In seinem Jahresbericht erwähnte Casalp-Präsident Hans Kohler die hochstehende Qualität, aber auch die Sorgen wegen der steigenden Kosten in allen Bereichen.

Eine der Gruppen, die an der Casalp-GV ausgezeichnet wurden, mit (v.l.) Arnold und Tanja Wüthrich, Längenberg, Heidi und Hanspeter Dänzer, Abläntschen, und Christian Enz, Schattenhalb. Fotos: Verena Holzer
Eine der Gruppen, die an der Casalp-GV ausgezeichnet wurden, mit (v.l.) Arnold und Tanja Wüthrich, Längenberg, Heidi und Hanspeter Dänzer, Abläntschen, und Christian Enz, Schattenhalb. Fotos: Verena Holzer

In seinem Jahresbericht erinnerte Casalp-Präsident Hans Kohler an die Höhepunkte seines ersten Amtsjahres. Erfreulich sei der Anblick der zahlreichen, sorgfältig gepflegten und professionell verwalteten Laibe in den Käsekellern gewesen. Zudem sei die Berner Alpkäsemeisterschaft in Grindelwald mit dem Rahmenprogramm und dem grossen Interesse der Medien toll gewesen. «Sorgen bereiten mir die steigenden Kosten in allen Bereichen, die immer höheren Bedingungen und die industriell hergestellten Konkurrenzprodukte, die mit Alpen werben», fügte Kohler an.

Neue Kaseinmarke

Eine turbulente Zeit bescherte dem Präsidenten kurz vor Weihnachten die Beanstandung der Freiburger Vollzugsbehörde, wonach in einem bewilligten Lager Berner Alpkäse AOP aus nicht bewilligten Betrieben verkauft werde. Sie führte dazu, dass der betroffene Händler keinen Käse mehr von unbewilligten Betrieben einkaufen wollte.

Mit Unterstützung des Kantonschemikers konnte die Lage aber entschärft werden. Spätestens ab dem 1. Juli müssen alle Alpkäse, welche an Grossverteiler geliefert werden, aus bewilligten Betrieben mit einer offiziellen CH-Nummer stammen. Einstimmig nahm die Versammlung die neue Kaseinmarke mit der achtstelligen BUR-Nummer an, mit welcher der Berner Alpkäse AOP ab dem 1. Januar 2019 gekennzeichnet wird.

Auszeichnungen vergeben

Barbara Gafner präsentierte den 177 anwesenden Stimmberechtigten auf dem Thun-Expo-Areal die Jahresrechnung. Bei einem Aufwand von 394 008 Franken konnte ein Ertragsüberschuss von 3880 Franken verbucht werden. Ende 2017 betrug das Eigenkapital 88 375 Franken. Im Budget wird mit einem Aufwandüberschuss von 2310 Franken gerechnet. Rechnung und Budget wurden ohne Gegenstimme angenommen.

Nach den Referaten von Gabi Doerig-Eschler, Marketing und Kommunikation, sowie Katrin Schmid, Fachstelle Qualitäts- und Absatzförderung, wurden 51 Sennerinnen und Senner geehrt. Sie hatten in sechs aufeinander folgenden Jahren bei den Mulchentaxationen mindestens 118 von möglichen 120 Punkten erreicht. Insgesamt wurden 429 Mulchen taxiert. Auf 467 der Casalp angeschlossenen Alpen wurden 2017 gut 12'000 Tonnen Milch zu Käse verarbeitet.

www.casalp.ch

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch