Althaus ist neuer Gemeindepräsident

Fahrni

An der Gemeindeversammlung ist der bisherige Vize Stephan Althaus zum neuen Gemeindepräsidenten gewählt worden. Der freie Sitz im Gemeinderat ging an Petra Hebeisen-Berger. Das defizitäre Budget 2018 wurde oppositionslos genehmigt.

Die beiden Neuen für Fahrni: Gemeindepräsident Stephan Althaus und Gemeinderätin Petra Hebeisen-Berger.

Die beiden Neuen für Fahrni: Gemeindepräsident Stephan Althaus und Gemeinderätin Petra Hebeisen-Berger.

(Bild: Christian Ibach)

Zu seiner letzten Gemeindeversammlung als Gemeindepräsident konnte Hans Ulrich Wenger am Montagabend 103 Stimm­berechtigte (16,6 Prozent) in der Turnhalle Fahrni begrüssen. «Dieser grosse Aufmarsch freut mich ausserordentlich, zeigt er doch das Interesse an unserer ­Gemeinde», erklärte er zu Beginn. Haupttraktandum der Versammlung war die Wahl eines neuen Gemeindepräsidenten, hat Wenger doch nach zehn Jahren im Amt auf Ende 2017 de­missioniert.

Geheime Abstimmung

Seitens des Gemeinderats wurde der bisherige Vizepräsident, Stephan Althaus, zur Wahl vorgeschlagen. «Ich bin motiviert, das Amt zu übernehmen, kenne den Ratsbetrieb und freue mich, weiterhin mit einem sehr guten Team zusammenarbeiten zu können», erklärte Althaus. Aus der Versammlung wurde ein weiterer Kandidat zur Wahl vorgeschlagen. Martin Bischoff erklärte, dass er sich nur dem Bürger gegenüber verpflichtet fühle. ­Zudem betonte er, dass er bei seiner Wahl verschiedene Gebührenreglemente bürgerfreundlicher gestalten würde. Im Wei­teren forderte er eine geheime Abstimmung. Dieser Forderung wurde entsprochen.

Nach dem Auszählen der Wahlzettel war das Resultat eindeutig: Bei 96 gültigen Wahlzetteln entfielen 82 Stimmen auf Althaus und 14 auf den Gegenkandidaten Bischoff. Sieben Zettel waren leer eingelegt worden. Stephan Althaus freute sich über das Resultat und erklärte, dass er sich weiterhin zum Wohl der Gemeinde einsetzen werde.

Wieder Frau im Gemeinderat

Durch die Wahl von Althaus zum Gemeindepräsidenten wurde ein Sitz im fünfköpfigen Gemeinderat frei. Zur Wahl vorgeschlagen war Petra Hebeisen-Berger. Sie wurde mit Applaus gewählt. Damit nimmt nach fünf Jahren erneut eine Frau Einsitz im Gemeinderat. Im Weiteren ist Gemeinderat Walter Feldmann im Amt bestätigt worden.

Wahlen und Bestätigungswahlen gab es in verschiedene Kommissionen. Gewählt wurden Thomas Christen, neu, in die Baukommission, in die Forstkommission Fritz Liechti und neu Stefan Fankhauser sowie in die Schulkommission die beiden Bisherigen Daniela Fahrni und Markus Ryf.

Defizitäres Budget

Das von Finanzverwalter Kaspar Ryser präsentierte Budget 2018 weist bei einem Aufwand von 2,829 Millionen Franken und einem Ertrag von 2,757 Millionen Franken einen Aufwandüberschuss von 71 580 Franken aus. Begründet wurde das Defizit mit einem höheren Gemeinderatskredit, Mehrkosten wegen der Mutterschaft der Gemeindeschreiberin und einem Mehraufwand wegen der Aufstockung im Personalbereich. «Im Personalbereich werden die Mehrkosten ab 2019 wieder auf das Niveau von 2016 sinken», zeigte sich Ryser überzeugt. Die Spezialfinanzierungen Abwasserentsorgung, Abfall und Feuerwehr weisen ­alle, ausser bei der Wasserversorgung, einen Ertragsüberschuss aus. «Dank einem Bilanzüberschuss in der Höhe von 758 930 Franken ist das Defizit verkraftbar», erklärte Ryser. Dem Budget mit einer Gemeindesteueranlage von 1,78 Einheiten wurde zugestimmt.

Zustimmung fand auch das Gebührenreglement für die Feuerungskontrollen. Der aus dem Jahr 1993 stammende Gebührentarif musste angepasst werden. Neu gilt ein Rahmentarif, der sich für einstufige Brenner zwischen 80 und 100 Franken, für mehrstufige Brenner zwischen 100 und 120 Franken bewegt.

Sechs Wohnungen verkauft

Der abtretende Gemeindepräsident Hans Ulrich Wenger teilte im Weiteren mit, dass die Bauherrschaft mit der Überbauung Schulhausparzelle im Programm liege. Von den sechs Eigentumswohnungen seien alle verkauft. Drei weitere Wohnungen würden dann durch die Gemeinde vermietet.

Zum Schluss wurden aus Kommissionen Austretende geehrt: Hans Peter Schneider (23 Jahre Forstkommission), Karin Blaser (14 Jahre) und Roland Grossen (12 Jahre Baukommission), Rosmarie Dummermuth (11 Jahre ­Alterskommission) und Hans Ulrich Wenger (10 Jahre Gemeindepräsident).

Thuner Tagblatt

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