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Angeklagter glänzte einmal mehr mit Abwesenheit

Die Geschichte wiederholt sich. Ein Angeklagter hätte bereits zum zweiten Mal vor dem Thuner Richter antraben müssen. Er glänzte erneut mit Abwesenheit – unter Angabe einer fadenscheinigen Begründung.

Mit einem E-Mail teilte der Beschuldigte seinem amtlichen Verteidiger kurzfristig mit, dass er das Gericht ablehne. Deshalb werde er nicht zu der auf Dienstag anberaumten Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Oberland in Thun erscheinen. Als Grund gab der 31-jährige Schweizer unter anderem die ihm nicht genehme politische Ausrichtung des Gerichtspräsidenten an.

Bereits im März war der Mann wegen angeblich gesundheitlicher Gründe nicht vor Gericht ­erschienen. Aus prozessrechtlichen Gründen war damals eine Verhandlung im Abwesenheitsverfahren nicht möglich. Seine Taktik ging aber kein zweites Mal auf. Für das Fernbleiben bestünden keine stichhaltigen Gründe, befand das Gericht. Die Voraussetzungen für das Abwesenheitsverfahren seien deshalb nun gegeben.

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