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Bachwärts im Chisetal

Vom weiten Tal der Chise führt eine leichte Wanderung zum malerischen Rotachetobel und ins Zulgtal. Unterwegs gibt es Alpensicht, Wiesen, Wälder sowie Gelegenheit zum Planschen.

An der Rotache bei Brenzikofen.
An der Rotache bei Brenzikofen.
Andreas Staeger

Die Chise zählt nicht unbedingt zu den prädestinierten Wasserläufen für eine Wanderung. Ihr erster Abschnitt zwischen Bowil und Konolfingen verläuft in einem künstlichen Bett entlang von Strasse und Bahnlinie. Danach hat sie bis Oberdiessbach ein eher enges, vom Verkehr beanspruchtes Tal ausgegraben.

Erst das letzte Teilstück bis zur Mündung wird von einem richtigen Uferweg gesäumt. Das harmlos scheinende Bächlein ist aber auch da stark verbaut. Mit der Chise ist nämlich nicht zu spassen. Wenn sie Hochwasser führt, dann kann sie, wie es ihr Name nahelegt, grosse Kiesmengen mit sich reissen.

Lauschige Plätzchen an der Rotache

Von der Bahnstation Kiesen geht es quer durch das Dorf zum Schlosshügel. An dessen Fuss beginnt der breite Uferweg, der ­direkt den Wasserlauf entlang bach­aufwärts führt. In Herbligen verlässt die Wanderroute den Bach und steigt durch Wohnquartiere zur aussichtsreichen Hochebene über dem Dorf auf.

An deren Rand geht es nach Oberdiessbach hinüber. Dort wendet sich die Wanderrichtung. Durch weites Wiesland mit grossen Obstbäumen geht es jetzt Richtung Süden. Frei schweift der Blick zur Gipfelkette von Stockhorn und Gantrisch.

Beim Weiler Boden nahe Brenzikofen senkt sich die Route sanft zur Ebene hinunter, die von der Rotache durchströmt wird – einem weiteren harmlos erscheinenden Wässerlein mit erheblichem Zerstörungspotenzial. Im Unterschied zur Chise ist ihr Bachbett hier kaum verbaut.

Frei und ungehindert fliesst sie durch ein Waldtobel. An manchen Stellen ist das Ufer abschüssig und kaum zugänglich. Andernorts hat der Bach seichte Senken in den Grund gegraben. Die dadurch entstandenen Wannen laden im Sommer zu einem erfrischenden Bad ein.

Durch das wildromantische Seitentobel des Schnittbachs steigt man zur flachen Waldlichtung des Schnittweierbads hoch. Die einstige Badwirtschaft wird heute als Pferdehof und Restaurant genutzt. In sanftem Abstieg geht es über Wiesland und zum Schluss auf einem Asphaltsträsschen nach Steffisburg hinunter.

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