Bagger musste aufwendig aus dem Wasser gezogen werden

Thun

Die Bergungsarbeiten am eingesunkenen Bagger im Gwattlischenmoos erstreckten sich am Donnerstag über den ganzen Tag.

Ein Pneukran hievte den gesunkenen Bagger am Donnerstag aus dem Thunersee.

Ein Pneukran hievte den gesunkenen Bagger am Donnerstag aus dem Thunersee.

(Bild: Patric Spahni)

Im Thunersee, in der Nähe des Bonstettenparks, ist am Mittwochnachmittag ein Bagger beinahe bis unter das Dach der Fahrerkabine eingesunken. Der Seegrund hat unter der Last des insgesamt rund 28 Tonnen schweren Gefährts nachgegeben.

Am Donnerstag liefen nun die Bergungsarbeiten, die sich nicht ganz einfach gestalteten und sich daher über den ganzen Tag hinzogen. «Wir müssen den Bagger direkt im See in seine Einzelteile zerlegen, um diese dann aus dem Wasser ziehen zu können», erklärte Raphael Juillerat, der zuständige Bauführer der Abteilung Wasserbau bei der Bauunternehmung Marti AG.

Nebst sieben Personen der Marti AG waren auch Mitarbeitende der Seepolizei und des kantonalen Amts für Wasser und Abfall in die Aktion involviert. «Für die Bergung ist in Ufer­nähe extra ein schwimmender Ponton mit einem Pneukran installiert worden.

Er hievt die Einzelteile des Baggers aus dem Wasser», sagte Juillerat. Bereits heute Freitag werde ein Ersatzbagger angeliefert, mit dem bis circa Mitte Oktober die restlichen Arbeiten ausgeführt werden können.

Zaun soll das Schilf schützen

Der Grund für den Baggereinsatz sind die Bauarbeiten für einen neuen Schutzzaun im Naturschutzgebiet Gwattlischenmoos. Der Zaun, der ein älteres, kaputtes Exemplar ersetzt, soll das Schilfgebiet vor Schäden durch Schwemmholz des nahe gelegenen Kanderdeltas schützen.

Der Bagger dient einerseits zur Aufschüttung eines Riffs, das als Wellenbrecher dient, und andererseits zur Pfählung des neuen Schutzzauns. Verantwortlich für das 1,5 Millionen Franken teure Projekt ist der Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee (UTB).

Finanziert wird es durch das Bundesamt für Umwelt, den Renaturierungsfonds des Kantons Bern, das Amt für Landwirtschaft und Natur, den Ökofonds Energie Thun und den UTB.

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