«Binde deinen Karren an einen Stern!»

Thun

Zur kurzweiligen wie feierliche Preisübergabe des 20. Sozial-Sterns lud am Freitag die Berufliche Förderung und Klärung Thun ins Kultur- und Kongresszentrum ein. Der Preis richtet sich an regionale Unternehmen, die sich um die Eingliederung psychisch kranker Menschen verdient gemacht haben.

Den Sieger in die Mitte genommen (v. l.): Thuns Stadtpräsident Raphael Lanz, Karin Schnellmann, Leiterin Berufliche Förderung und Klärung Thun, Preisträger Pascal Kolb, Ständerätin Pascale Bruderer und Dieter Hofer, Chefarzt Spital STS AG.

Den Sieger in die Mitte genommen (v. l.): Thuns Stadtpräsident Raphael Lanz, Karin Schnellmann, Leiterin Berufliche Förderung und Klärung Thun, Preisträger Pascal Kolb, Ständerätin Pascale Bruderer und Dieter Hofer, Chefarzt Spital STS AG.

(Bild: Patric Spahni)

«Mit der richtigen Vision im Leben lässt sich viel erreichen.» So zitierte Stadtpräsident und Jurymitglied Raphael Lanz (SVP) Leonardo da Vinci in seiner Festrede mit «Binde deinen Karren an einen Stern». Die Firmen, die Menschen mit psychischen Problemen eine Chance in ihrem Betrieb gäben, würden freiwillig und voller Überzeugung handeln.Vortrefflich musikalisch umrahmt mit Schwyzerörgeli, Kon­trabass und Cello wurde der Abend von Kris­tina und Evelyn Brunner, die erst kürzlich den Förderkulturpreis der Stadt Thun entgegennehmen durften.

Als Fixstern, der in all den Jahren viele Nachahmer gefunden habe, bezeichnete der Fernseh- und Radiomoderator Daniel Fohrler, der souverän durch den Abend führte, den Sozialstern: «Wir sind keine Maschinen, wir sind fragile Wesen.»

Ständerätin Pascale Bruderer (SP) als Referentin hob hervor: Man solle jeden Menschen so, wie er ist, nehmen. Um Eigenständigkeit und Selbstbestimmung zu erreichen, sei Arbeit individuell wie gesellschaftlich von Relevanz und diene als Schlüssel zur Inklusion. Ihr Dank galt allen rund 200 Beteiligten im Saal, für die es selbstverständlich sei, psychisch erkrankten Menschen einen Platz in ihren Reihen zu bieten.

Die Qual der Wahl unter den 25 nominierten Betrieben führte Jurymitglied Markus Wenger in seiner humorigen Laudatio aus. Der Sozialstern 2016 in Höhe von 10'000 Franken ging an die Uetendorfer Bettencenter GmbH unter der Leitung von Pascal Kolb. Pascal Kolb erzählte in seiner Dankesrede, er sei früher im privaten Umfeld mit psychisch kranken Menschen konfrontiert worden und habe den Umgang nicht verstanden. Grund genug für den jungen Unternehmer, sich für diese Menschen nun zu engagieren.

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