Zum Hauptinhalt springen

BLS Schifffahrt befördert fast eine Million Passagiere

Die BLS-Schiffe auf dem Thuner- und Brienzersee haben in diesem Jahr knapp eine Million Passagiere befördert. Das sind ähnlich viele wie im vergangenen Jahr.

Die BLS wollen ihr touristisches Angebot im Winter ausbauen. Dafür benötigt sie einen konstant hohen Seepegel.(Archivbild)
Die BLS wollen ihr touristisches Angebot im Winter ausbauen. Dafür benötigt sie einen konstant hohen Seepegel.(Archivbild)
Markus Hubacher

Die BLS-Flotte auf dem Thuner- und Brienzersee hat von Januar bis November 2017 etwas weniger als eine Million Passagiere befördert. Auf dem Thunersee gingen die Gästezahlen um 0,7 Prozent leicht zurück, auf dem Brienzersee stiegen sie hingegen um 1,5 Prozent.

Die Frequenzen werden zu einem grossen Teil vom Wetter mitbestimmt. Nach einem guten Saisonstart waren die Schiffe im September schlecht ausgelastet. Die goldenen Herbsttage im Oktober sorgten dann wiederum für eine gute Auslastung, wie die BLS Schifffahrt am Montag mitteilte.

Insgesamt beförderten die BLS-Schiffe von Januar bis November 2017 rund 975'000 Gäste. Dies ist nach Angaben der BLS ähnlich viel wie in der Vorjahresperiode.

BLS will höhere Seepegel

Für die BLS gewinnt die Schifffahrt im Winter als touristisches Angebot zunehmend an Bedeutung. Heute betreibt das Unternehmen nur auf dem Thunersee regelmässige Winterschifffahrt.

Um im Winter fahren zu können, sei ein konstant hoher Pegel des Thunersees nötig, bringt die BLS vor. Nur so könnten die grossen Schiffe in den Kanälen und bei der Werft in Thun navigieren.

Die BLS Schifffahrt möchte darum, dass der Kanton Bern den Pegel des Thunersees in den Wintermonaten von Januar bis Ostern generell erhöht oder zumindest auf ausserordentliche Seeabsenkungen verzichtet.

Solche ausserordentlichen Seeabsenkungen werden in der Regel alle vier Jahre vorgenommen, damit Bauprojekte am Seeufer realisiert werden können. Vergangenes Jahr etwa fand eine solche Absenkung statt. Die BLS Schifffahrt sprach seinerzeit von «empfindlichen Einbussen», die sie erlitten habe.

Auswirkungen auf die Umwelt

Die BLS reicht beim Kanton Bern zwei Gesuche mit ihren Forderungen ein. Bis am 19. Januar können sich Bevölkerung, Gemeinden und Interessenvertreter im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung äussern.

Einsehbar ist in diesem Zusammenhang auch eine Umweltverträglichkeitsbericht, den die BLS erarbeiten liess. Demgemäss könnte sich ein höherer Seepegel auf die Schilfbestände und die Amphibiengewässer am Ufer auswirken.

Sollte es zu der Pegeländerung im Sinn der BLS kommen, würde das Unternehmen mit dem Kanton Massnahmen definieren, um negative Auswirkungen frühzeitig zu erkennen.

Flotte verkleinern und verjüngen

In den kommenden 20 Jahren möchte die BLS ihre Flotte neu ausrichten. Diese umfasst 14 zum Teil in die Jahre gekommene Schiffe. Nicht alle sind optimal ausgelastet, wie die BLS in ihrer Mitteilung schreibt. Dazu kommt, dass der Unterhalt teurer ist.

Um die Flotte wirtschaftlicher zu betreiben soll sie verkleinert und durch einen Neubau für den ganzjährigen Betrieb auf dem Brienzersee ergänzt werden. In die Neuausrichtung der Flotte will die BLS rund 40 Millionen Franken investieren.

Testläufe in der neuen Werft

Neu ist auch die Werft der BLS Schifffahrt am Thuner Lachenkanal. Noch vor Weihnachten sollen erste Testläufe in der Anlage mit Trockendock stattfinden. Anfang 2018 geht die neue Werfthalle in Betrieb.

Offiziell eröffnet wird sie mit einem Einweihungsfest für die Bevölkerung am 24./25. März 2018. Die alte, 110-jährige Werfthalle musste aus Sicherheitsgründen ersetzt werden.

SDA/tag

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch