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Brauerei Thun AG steht vor weiterer Kapitalerhöhung

Die Macher des Thunbiers planen weitere Ausbauschritte.

Die Umsätze der Brauerei Thun steigen fortlaufend.
Die Umsätze der Brauerei Thun steigen fortlaufend.
Ramon Lehmann

Die Brauerei Thun AG reitet weiter auf einer Erfolgswelle: «Wir sind sehr zufrieden, wies läuft», sagt denn auch Verwaltungsratspräsident Raphael Lanz, ohne allerdings konkret auf Umsatz- oder Absatzzahlen einzugehen. Auch über die Anzahl produzierter Liter in der Brauerei an der Bernstrasse lässt sich der Thuner Stadtpräsident nichts entlocken. Der Grund liegt darin, dass das Start-up-Unternehmen noch kein Jahr besteht und konkrete Zahlen laut Lanz nicht aussagekräftig genug sind.

Fest steht aber: Die Nachfrage ist sehr gross, die Umsätze steigen fortlaufend. So sehr, dass das Unternehmen im Sommer einen Umzug in eine grössere Halle plant, wo die Produktion verdoppelt werden kann und wo auch mehr Lagerkapazitäten vorhanden sind. Um welche Lokalität es sich dabei handelt, wollen die Verantwortlichen zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht kommunizieren. Die Brauerei Thun AG schafft zudem neben den bisherigen 240 Stellenprozent ab Juli eine neue 20-Prozent-Stelle für Philipp Schmutz als Geschäftsführer und Leiter Finanzen.

Alle kommen zum Zug

Damit all diese und weitere Ausbauschritte überhaupt möglich sind, braucht es zusätzliches Kapital. Dieses lag bei der Gründung der AG im März 2018 bei 450000 Franken und wurde Anfang dieses Jahres auf 675000 Franken erhöht. «Dabei war das Interesse der bisherigen 192 Aktionäre derart gross, dass lediglich 30 neue Aktionäre berücksichtigt werden konnten», erklärt Raphael Lanz die erneute Kapitalerhöhung, welche nun heute anlässlich der 1. Generalversammlung der Thun Bier AG beantragt wird.

Konkret schlägt der Verwaltungsrat den rund 100 Aktionären, die in der Alten Reithalle erwartet werden, eine Erhöhung um 275'000 auf 950'000 Franken vor. Damit kommen auch die restlichen Interessenten auf der Warteliste zum Zug, womit deren Zahl nach der Generalversammlung auf 319 ansteigen wird. Diese neuen Aktionäre haben das Geld für die Aktien mit einem Nennwert von jeweils 1'000 Franken zum Preis von 1'250 Franken bereits auf ein Sperrkonto einbezahlt.

Weiter beantragen die Verantwortlichen eine genehmigte Kapitalerhöhung von 475'000 Franken innerhalb der nächsten zwei Jahre sowie die Möglichkeit, Mitarbeitende mit der Abgabe von Aktien am Gewinn zu beteiligen. «Wir wollen mehr Kapital schaffen, um uns rasche Handlungsoptionen offenzuhalten», sagt Raphael Lanz dazu und spricht dabei den wachsenden Biermarkt und die zu erwartende Konsolidierung an. Sprich: Die Thunbier-Macher wollen bereit sein, «wenn sich unternehmerische Gelegenheiten bieten», wie es Raphael Lanz ausdrückt.

Verlust von 170'000 Franken

Auch die Jahresrechnung wird die Versammlung zu genehmigen haben. Diese schliesst mit einem Verlust von 170'000 Franken ab. «Das ist angesichts dessen, dass wir erst in der Aufbauphase stehen, nicht aussergewöhnlich», sagt Raphael Lanz. Hinzu komme, dass das Unternehmen seit dreizehn Monaten Kosten habe, aber erst seit sieben Monaten Erträge erziele. «Würden wir die Erträge auf die ganze Zeitspanne hochrechnen, wären wir nur noch in den hellroten Zahlen», sagt Raphael Lanz, der die Ambition hat, bereits in drei Jahren schwarze Zahlen zu schreiben. Weiter stellen sich Raphael Lanz und Franz Müller der Wiederwahl für den Verwaltungsrat. Neu vorgeschlagen wird Reto Walter.

Weitere Pläne

Neben dem Umzug, der nun an erster Stelle steht, haben die Verantwortlichen aber auch noch andere Ausbaupläne: So produzieren sie neu das Haslital-Bier (wir berichteten). «Und wir denken über ein Thunbier-Fest nach», kündigt Raphael Lanz an. Andere Aktivitäten, wie selber gastronomisch aktiv zu werden, habe man bewusst zurückgestellt, um sich nicht zu verzetteln.

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