Burger sagen Ja zu Fussballfeldern

Thun

Die Burgergemeinde sagt klar Ja zum Baurecht für zwei zusätzliche Rasenfelder bei der Stockhorn-Arena. Jetzt liegt der Ball beim Thuner Stadtrat.

Wo heute neben Stockhorn-Arena (links) und Panorama-Center (im Hintergrund) Autos parkiert sind, sollen zusätzliche Spielfelder erstellt werden. Die Burger gaben grünes Licht.

Wo heute neben Stockhorn-Arena (links) und Panorama-Center (im Hintergrund) Autos parkiert sind, sollen zusätzliche Spielfelder erstellt werden. Die Burger gaben grünes Licht.

(Bild: Patric Spahni)

«Ich bin froh und dankbar über das deutliche Ja», zeigte sich Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP), der selbst Burger ist, erleichtert. Das sei ein gutes Signal für die weiteren Schritte. Der Grund für Lanz’ Zufriedenheit: Die Versammlung der Burgergemeinde Thun hatte bei nur drei Gegenstimmen diskussionslos Ja gesagt zum Baurecht für zwei zusätzliche Rasenspielfelder auf ihrem Land nördlich der Stockhorn-Arena.

Jetzt liegt der Ball zur Umsetzung beim Thuner Stadtrat – er entscheidet an seiner Sitzung vom 5. Juli, das Stimmvolk wahrscheinlich im September. Die Vorarbeiten werden im August aufgenommen – das ist nötig, damit die Baubewilligung nicht verfällt. Bei diesem ersten Schritt muss eine Teilfläche von Material im Untergrund befreit werden, das ohnehin hätte entfernt werden müssen. Die Baukosten für die Spielfelder betragen insgesamt 3,7 Millionen Franken.

19'130 Quadratmeter Fläche

Zur Erinnerung: Die Burger­gemeinde Thun hatte schon vor elf Jahren grünes Licht für die Rasenfelder gegeben. Die entsprechende Baubewilligung liegt längst vor. Nun läuft sie im August aus und kann nicht weiter verlängert werden. Die Burger machten bei der Stadt Druck, sich endlich zu entscheiden. Es geht um eine Teilfläche von 19'130 Quadratmetern. Der Baurechtszins liegt bei 6 Franken pro Quadratmeter. Das ergibt einen Jahreszins von 114'780 Franken. Das Baurecht ist wie beim Stadion auf vierzig Jahre bis 2058 festgelegt.

Ja auch zu Umnutzungen

Demnächst geht das neue Alters- und Pflegeheim an der Bernstrasse in Betrieb – am 23. Juni ist Tag der offenen Tür. Damit werden das 1770 erbaute alte Burgerheim und die 1920 erbaute Villa frei. Ein Verkauf steht für die Burgergemeinde nicht zur Diskussion. Die historischen Gebäude sollen umgenutzt werden: das Burgerheim in ein Gesundheitszentrum – in die Villa zieht eine Kinder­tagesstätte ein. Das bedingt bauliche Anpassungen und Sanierungen.

«Das ist ein gutes Signal für die weiteren Schritte.»Thuns Stadtpräsident Raphael Lanz

Die Versammlung genehmigte einstimmig und diskussionslos die entsprechenden Kredite: für das Burgerheim 3,8 Millionen Franken und für die Villa 300'000 Franken. Auch Nachkredite von 886'000 Franken, inklusive zusätzlicher Abschreibungen von einer halben Million Franken, fanden Zustimmung. Alles kann aus eigenen Mitteln finanziert werden.

Positive Rechnung

«Die Rechnung und das Berichtsjahr sind von der Entwicklung beim Burgergut an der Bernstrasse geprägt», hielt der neue Burgerpräsident Michael Lüthi fest. Die um- und ausgebaute Schüür, die neuen Seniorenwohnungen und die Einstellhalle seien bezogen. «Umso erfreulicher, dass die Rechnung besser als budgetiert abschliesst», erläuterte der neue Verwalter Christoph Hubacher. Das erlaubte zusätzliche Abschreibungen von 500'000 Franken und Rückstellungen von rund 300'000 Franken. Aufwand und Ertrag werden mit 21,778 Millionen ausgewiesen, der Gewinn mit 44 Franken.

Thuner Tagblatt

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