Thun

Burger wünschen Abgeltung

ThunDie Burgergemeinde Strättligen möchte, dass der Nutzen des Burgerwalds als Naherholungsgebiet besser abgegolten wird.

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«Wenn die Burgergemeinden nur von der Holznutzung leben müssten, wäre deren Weiterexistenz nicht gesichert», erklärte Hugo Wenger, Präsident der Burgergemeinde Strättligen. Er illustrierte dies an der Burgergemeinde­versammlung vom Donnerstagabend im Restaurant Kreuz in Allmendingen anhand eines Preisbeispiels. Seien im Jahr 2014 pro Kubikmeter Nutzholz noch 94 Franken erzielt worden, habe der Erlös im vergangenen Jahr nur noch 84 Franken betragen.

Man sei deshalb gezwungen, weitere Einnahmequellen zu erschliessen. So müsste etwa der Nutzen des Burgerwalds als Naherholungsgebiet durch die öffentliche Hand besser abgegolten wer­den. Diesbezügliche Bestrebungen seien im Gang, so Wenger.

Die Jahresrechnung 2016 schliesst bei einem Ertrag von 91'963 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 9136 Franken ab. Die 24 Anwesenden genehmigten diese diskussionslos und einstimmig. Die Burgergemeinde Strättligen zählt aktuell 470 stimmberechtigte Burgerinnen und Burger.

Asylbewerber packten an

Erfreut konnte Wenger bekannt geben, dass die diesjährige Waldpflege von Januar bis März durch Asylbewerber ausgeführt worden sei, die sich freiwillig gemeldet hätten. Er würdigte deren grossen Einsatz. Damit habe man die Mithilfe von Vereinen, die ebenfalls zu Fronarbeit bereit gewesen wären, nicht in Anspruch nehmen müssen.

Im Weiteren informierte der Burgerpräsident unter anderem über die abgeschlossene Sanierung des Parkplatzes und der Kugelfangkästen in der Guntelsey. Der Bau des neuen Scheibenstandes in der Wittaumatte werde demnächst in Angriff genommen.

Kritik an Flurgenossenschaft

Ein Burger kritisierte die seiner Ansicht nach ungenügenden Aktivitäten der Flurgenossenschaft, in welcher die Burgergemeinde Einsitz hat. Wenger versicherte ihm, dass er der Sache nachgehen werde. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 21.04.2017, 18:11 Uhr

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