Burgistein schreibt tiefrote Zahlen

Burgistein

Silvia Neuenschwander musste wegen der Wahl in den Gemeinderat aus der Schulkommission austreten. An ihre Stelle wurde Toni Kropf gewählt. Das Budget 2018 ist stark defizitär.

Das Budget 2018 von Burgistein (im Bild) ist stark defizitär.

Das Budget 2018 von Burgistein (im Bild) ist stark defizitär.

(Bild: Bruno Petroni)

Der Voranschlag 2018 weist bei einer unveränderten Steueranlage von 1,95 Einheiten ein Defizit von 152 050 Franken aus – dies bei Erträgen von 4,527 Millionen Franken. Darin enthalten sind die Wasserversorgung, die Abwasser- und die Kehrichtentsorgung.

Der Aufwandüberschuss wird dem Eigenkapital belastet, welches per 1. Januar 2017 einen Stand von 875 000 Franken aufweist. Die Investitionen belaufen sich auf 243 000 Franken. Mit 100 000 Franken ist der Posten Abwasser/Strassenwasser der grösste.

Besorgnis um Finanzen

«Wie geht es mit den Gemeinde­finanzen nach 2022 weiter?», fragte ein Bürger im Hinblick auf die im Finanzplan vorgesehenen Defizite, die das Eigenkapital bis zu diesem Zeitpunkt auf 232 000 Franken schmelzen lassen. Ihm bereiten die Personalausgaben und die Kosten für die Auslagerung von Aufgaben an Dritte Sorgen.

«Die Personalmutationen und die externe Besorgung von Aufgaben der Bauverwaltung im Zusammenhang mit der hohen Bautätigkeit haben höhere Kosten ausgelöst», antwortete Gemeindepräsident Martin Fran­ceschina (parteilos). Nach einer weiteren Frage bezüglich des Schulbusses genehmigte der Souverän das Budget 2018 bei zwei Nein-Stimmen.

Weil Silvia Neuenschwander in den Gemeinderat gewählt worden ist, musste sie wegen der Unvereinbarkeitsklausel aus der Schulkommission austreten.

Die 82 (9,5 Prozent) am Samstagnachmittag an der Gemeindeversammlung anwesenden Stimmberechtigten wählten den von der SVP vorgeschlagenen Toni Kropf. Der Gewählte ist 39-jährig, verheiratet und Vater von drei schulpflichtigen Kindern. Ursula Segginger ist wiedergewählt worden.

Rückweisung abgeschmettert

Im Weiteren hatte der Souverän über die Totalrevision des Or­ganisationsreglements und des Personalreglements zu befinden. Nach dem Mitwirkungsverfahren und einer Orientierungsveranstaltung im Juni seien 80 Rückmeldungen aus der Bevölkerung eingegangen, teilte Gemeinderat André Schmid, Ressortleiter Bildung, mit.

Trotzdem gab es noch eine Diskussion. Ein Bürger monierte, die Kommissionen seien zu wenig angehört worden. Aus der Mitte der Versammlung wurde gar ein Rückweisungsantrag gestellt.

Dies, weil die Kommissionsmitglieder neu durch den Gemeinderat und nicht mehr durch die Gemeindeversammlung gewählt werden. Er sieht darin eine Beschneidung der Bürgerrechte.

Mit grossem Mehr wurde der Antrag abgeschmettert. Nach Annahme von zwei präzisierenden Anträgen der Feuerwehrkommission wurden die beiden Reglemente einstimmig genehmigt.

Schliesslich beantragte ein Bürger, dass man zwecks Fusionsabklärungen mit andern Gemeinden eine Arbeitsgruppe bilden solle. Eine Konsultativ­abstimmung ergab 44 Ja und 3 Nein bei 35 Enthaltungen für das Anliegen.

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