Christen gewinnt zum vierten Mal Solarpreise

Thun

Zum vierten Mal in Folge durfte der Thuner Architekt Adrian Christen am Dienstag Solarpreise entgegennehmen. Dieses Jahr wurde er unter anderem für einen Plusenergiebau in Thun prämiert.

Durch die Sanierung dieses Einfamilienhauses am Grünauweg in Thun ist ein Plusenergiebau entstanden. Das Projekt ist an der 26. Schweizer-Solarpreis-Verleihung mit einem Preis ausgezeichnet worden.

Durch die Sanierung dieses Einfamilienhauses am Grünauweg in Thun ist ein Plusenergiebau entstanden. Das Projekt ist an der 26. Schweizer-Solarpreis-Verleihung mit einem Preis ausgezeichnet worden.

(Bild: zvg)

Die Solar-Agentur Schweiz hat am Dienstag an der Olma in St. Gallen zum 26. Mal den Schweizer Solarpreis verliehen. Die Auszeichnungen werden in drei Haupt- und diversen Unterkategorien wie zum Beispiel Neubauten oder Bausanierungen vergeben.

Wie jedes Jahr seit 2013 hat sich auch der Thuner Architekt Adrian Christen wieder unter die Prämierten eingereiht – zum einen für ein Sanierungsprojekt in Thun, das er als Architekt ausführte, zum anderen für ein Projekt in Steffisburg, bei welchem er die energetische Beratung übernommen hatte.

90 Prozent Energie eingespart

Den Plusenergiebau-Solarpreis sicherte sich Christen für die Sanierung des Gebäudes am Grünauweg 3 in Thun. Das 1930 errichtete Einfamilienhaus wies vor der Sanierung einen Gesamtenergiebedarf von 76'200 Kilowattstunden pro Jahr auf und war «ein Paradebeispiel dafür, wie Hauseigentümer das Geld für Heizkosten zum Fenster hinauswerfen», wie die Solar-Agentur festhält.

Durch das Erneuerungskonzept mit umfassender Wärmedämmung und energieeffizienten Haushaltgeräten inklusive Wärmepumpenheizung wurde der Energiebedarf um über 90 Prozent auf 7100 Kilowattstunden pro Jahr reduziert.

Mit der ganzflächig im Dach integrierten, 116 Quadratmeter grossen Photovoltaikanlage, die jährlich 18'700 Kilowattstunden Strom produziert, weist der Plusenergiebau somit einen Eigenenergieversorgungsgrad von 265 Prozent auf. Bei der Bausanierung wurde ausserdem auf ökologische und regionale Materialien geachtet.

Beim zweiten Projekt, am Ortbühlweg in Steffisburg, lobt die Solar-Agentur Schweiz die «vorbildliche Sanierung und Verdichtung» eines ehemaligen Ein- zu einem Mehrfamilienhaus mit drei Wohnungen. Dank Wärmedämmung und dreifach verglasten Fenstern habe der Gesamtenergiebedarf – trotz der um über 300 Prozent vergrösserten Fläche – um gut 68 Prozent auf ­jährlich 16'200 Kilowattstunden gesenkt werden können.

Die 138 Quadratmeter grosse Photovoltaikanlage erzeugt 19'300 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Thermische Sonnenkollektoren steuern jährlich knapp 2000 Kilowattstunden bei. So weist das Haus insgesamt einen Eigenenergieversorgungsgrad von 131 Prozent auf.

Weitere Diplome in Region

Nebst denjenigen von Adrian Christen sind in St. Gallen zwei weitere Projekte aus der Region Thun ausgezeichnet worden. Ein Diplom für Plusenergiebauten gab es einerseits für die Sanierung des Einfamilienhauses von Felix und Carina Thommen in Heiligenschwendi und andererseits für die Sanierung des Einfamilienhauses der Familie Wyssmüller/Aebi in Thun. Architekt bei letztgenanntem Projekt war Claudius Straubhaar.

gbs/pd

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