Das Ehepaar Surbek steht im Höchhus im Zentrum

Steffisburg

Die neue Ausstellung im Höchhus Steffisburg, gestaltet mit Bildern aus der Sammlung Suter, zeigt Werke des Ehepaars Viktor Surbek und Marguerite Frey-Surbek. Beide haben zahlreiche unverwechselbare Bilder geschaffen.

Brienzersee von Viktor Surbek (Ausschnitt) wird im Höchhus in Steffisburg gezeigt.

Brienzersee von Viktor Surbek (Ausschnitt) wird im Höchhus in Steffisburg gezeigt.

(Bild: Margrit Kunz)

Hans und Marlis Suter besitzen in ihrer Sammlung zahlreiche Bilder sowohl von Viktor Surbek wie auch von Marguerite Frey-Surbek. Ergänzt mit mehreren Leihgaben gestalteten sie nun eine Ausstellung im Höchhus in Steffisburg mit Werken der beiden Künstler. Obwohl sie verheiratet waren, gingen Surbeks, was die künstlerische Arbeit betraf, jeweils eigene Wege.

Zu Lebzeiten stellten sie nie gemeinsam aus, aus Respekt vor dem Können des andern. Jetzt jedoch ist es möglich, die Bilder der beiden gemeinsam auszustellen. Dies ermöglicht interessante Beobachtungen. Fasziniert vom Bild von Viktor Surbek, das Iseltwald mit dem Brienzersee und der steilen Bergflanke im Sommer darstellt, staunt man wenig später, mit welcher Kraft Marguerite Frey-Surbek fast das gleiche Sujet als Holzschnitt gestaltet hat. Von ihr gibt es auch eine Serie mit Porträts von russischen Soldaten zu bestaunen.

Surbeks waren 70 Jahre lang künstlerisch tätig. In dieser Zeit entstanden unzählige Werke. Sie arbeiteten nebeneinander, jeder hatte seinen Arbeitstisch. Auf ihren vielen Reisen gingen sie vor Ort, zum Beispiel in New York, getrennte Wege, weil sie nicht von den gleichen Sujets angezogen wurden. Trafen sie sich abends wieder, tauschten sie aus, was sie tagsüber festgehalten hatten.

Die Malerei von Marguerite Frey-Surbek kann als Spiel mit Farbe und Form beschrieben werden – jemand hat einmal gesagt, es sei farbgewordene Lebenslust. Sie spielte mit Licht und Schatten, die Werke sind temperamentvoll und sie hat die Stimmungen eingefangen. Viktor Surbeks Arbeiten sind lichtdurchflutet, voller poetischer Stimmungen und sehr harmonisch.

Im Laufe der Zeit wurde er immer freier in der Darstellung, führte den Pinsel breiter und reduzierter. Die Werke von Viktor Surbek sind meist nicht datiert. Doch gibt es deutliche Unterschiede, die darauf hinweisen, dass die einen Bilder wohl aus einer andern Schaffensperiode stammen müssen als andere. Es ist insgesamt eine sehr sehenswerte Ausstellung, in der es viel zu entdecken gibt.

Die Ausstellung im Höchhus, Höchhusweg 17, in Steffisburg dauert noch bis zum 16. September. Sie ist von Dienstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen mit Erwin Kolb jeweils am Sonntag, 2. und 9. September, um 15 Uhr.

Berner Oberländer

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