«Das ist die Sorte Probleme, die sich ein Veranstalter wünscht»

Hünibach

OK-Chef Tim Stauffer zieht nach dem 7. Cholererock-Open-Air eine positive Bilanz. Kein Wunder: Zum zweiten Mal war der Anlass ausverkauft.

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Marco Zysset@zyssetli

Mit 1000 verkauften Tickets war das Cholererock-Open-Air bereits mehrere Tage im Voraus ausverkauft. Erträgt das Quartier diese Menschenmasse?
Tim Stauffer: Wir hatten bereits letztes Jahr volles Haus und konnten deshalb ahnen, was auf uns zukommt. Uns ist klar, dass wir eine Grenze erreicht haben, die wir nicht überschreiten wollen. Für uns steht deshalb qualitatives Wachstum im Vordergrund.

Das heisst?
Wer sich auf dem Gelände umsieht, sieht keine Werbebanner. Alle Stände und Bühnen sind in einem einheitlichen Stil gebaut. Wir wollen den familiären Charme des Cholerequartiers auch in der Gestaltung des Festivals wiedergeben.

Trotzdem: Der Wunsch, bereits am Freitag zu starten und aus der eintägigen Veranstaltung eine zweitägige zu machen, könnte aufkommen.
Sicher, dieser Wunsch könnte aufkommen. Aber solche Pläne stehen bei uns nicht im Vordergrund.

Kamen Sie nie ins Rotieren, als sich abzeichnete, dass das Festival dieses Jahr sprichwörtlich überrannt werden würde? Die ersten Zuschauer warteten schon lange vor Geländeöffnung, um noch eines der letzten Tickets zu ergattern.
Das ist doch die Sorte Probleme, die sich ein Veranstalter wünscht. Natürlich kamen wir etwas ins Schwitzen – aber dank einem ­tollen Team hat alles reibungslos geklappt.

Wie erklären Sie sich den Erfolg des Cholererock-Open-Airs?
Es ist die Kombination verschiedener Elemente. Dank unserem engen Kontakt zu vielen Thuner Bands verfügen wir über ein gutes Netzwerk. Das ist gerade für die Programmgestaltung enorm wichtig. Ein anderer Punkt ist die Tatsache, dass alle mit enorm viel Leidenschaft bei der Sache sind.

Glücklich: Cholererock-OK-Chef Tim Stauffer. Bild: Pascale Amez

Sie sprechen das OK und die Helfer an?
Genau. Mit Dominique Durtschi, Nathanael Chavez, Adrienne Rupp, Simon Eisenmann und ­Kevin Baumgartner und meiner Person als Präsident haben wir ein OK beisammen, das jetzt seit mehreren Jahren hervorragend harmoniert. Das ist enorm wichtig. Aber ohne die rund 70 freiwilligen Helferinnen und Helfer, die vor, während und nach dem Festival viel Arbeit leisten, wäre das beste OK auf verlorenem Posten.

Wie sieht es an der Sponsorenfront aus? Spüren Sie da keinen Druck, zu wachsen, um noch mehr Präsenz in der Öffentlichkeit bieten zu können?
Zum Glück nicht. Wir haben zwei grosse private Geldgeber. Daneben unterstützen uns gegen 20 Firmen finanziell sowie mit Material und Dienstleistungen. Und dann sind da viele öffentliche ­Organisationen wie die Gemeinde Hilterfingen, die Kirchgemeinde Hilterfingen-Oberhofen oder der Frauenverein Oberhofen-Hilterfingen-Hünibach, die sich finanziell engagieren.

Wie sieht das Cholererock-Open-Air nächstes Jahr aus?
Wieder ausverkauft!

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