Dem Frauenverein Thun droht die Auflösung

2019 treten gleich mehrere Vorstandsmitglieder inklusive Präsidentin Frauenverein Thun zurück. Nachfolgerinnen sind bisher nicht zu finden.

Falls sich weder Präsidentin noch neue Vorstandsmitglieder für den Frauenverein Thun finden, steht die Vereinsauflösung im Raum.

Falls sich weder Präsidentin noch neue Vorstandsmitglieder für den Frauenverein Thun finden, steht die Vereinsauflösung im Raum.

(Bild: Screenshot frauenvereinthun.ch)

«Ich habe meinen Rücktritt per 2018 eingereicht, aber bis heute keine Nachfolgerin gefunden», informierte Präsidentin Sigrid Hädener an der Hauptversammlung des Frauenvereins Thun im Kirchgemeindehaus Frutigenstrasse. Sie zeigte sich bereit, noch ein Jahr zu amten.

«Für nächstes Jahr zeichnen sich im Vorstand aber weitere Rücktritte ab», gab sie mit Seufzen bekannt. Will heissen, falls sich weder Präsidentin noch neue Vorstandsmitglieder finden, steht die Vereinsauflösung im Raum.

Die Mehrheit der 335 Mitglieder – 14 weniger als im Vorjahr – sind älteren Jahrgangs. Viele haben bereits Vereinschargen ausgeübt und wollen keine neuen Verpflichtungen eingehen.

iele jüngere Frauen sind berufstätig, haben Familie und engagieren sich deshalb nicht. Das ist nicht nur für den Frauenverein Thun ein Problem. So musste etwa der Frauenverein Spiez aufgelöst werden, und jener in Uetendorf fand erst in letzter Minute eine Lösung.

Fusion mit Frauenverein Strättligen?

Müsste der Frauenverein Thun Forfait geben, läge eine Fusion mit dem 568 Mitglieder starken Frauenverein Strättligen (vgl. Bericht unten) auf der Hand. «Wir haben uns mit einer solchen Variante noch nicht beschäftigt, lehnen aber Gespräche nicht à priori ab», sagt dazu deren Präsidentin Cornelia Ritschard auf Anfrage.

Ansonsten verlief das Vereinsjahr des Frauenvereins Thun im gewohnten Rahmen. Es wurden zahlreiche Anlässe wie Lesezirkel, Konzertbesuche und Besichtigungen durchgeführt. Gestartet wurde ein Besuchsdienst, den 5 Mitglieder in zwei Altersheimen aufgenommen haben, was gut angekommen sei. Brockenstube und Kleiderbörsen blieben wich­tige Einnahmequellen.

Dagegen musste der geplante Märitstand auf dem Aarefeldplatz mangels Helferinnen abgesagt werden. Die Vereinsrechnung schloss bei einem Aufwand von 20'050 Franken mit einem Defizit von 4417 Franken, was unter dem Budget lag. Rund 30'000 Franken setzte der Verein für Spenden und Beiträge ein.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt