Uetendorf

Der Betrachter wird zum Gestalter

UetendorfPeter Stalder aus Uttigen zeigt im Restaurant Alpenblick in der Stiftung Uetendorfberg Landschaftsbilder in verschiedenen Abstraktionsstufen. Er will, dass das Publikum seine Werke selber zu Ende gestaltet.

«Der Küste entlang»: Dieses und weitere Bilder von Peter Stalder sind bis Ende November im Restaurant der Stiftung 
Uetendorfberg zu sehen.

«Der Küste entlang»: Dieses und weitere Bilder von Peter Stalder sind bis Ende November im Restaurant der Stiftung Uetendorfberg zu sehen. Bild: Marc Imboden

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«Malen ist für mich eine Möglichkeit, kreativ abzutauchen, zu entschleunigen, mich gehen zu lassen, zu treiben, um gleich wieder zu fixieren, festzuhalten und abzuschliessen.» So beschreibt Peter Stalder (Jahrgang 1959) den Entstehungsprozess seiner Bilder. Im Restaurant Alpenblick in der Stiftung Uetendorfberg zeigt er unter dem Titel «Ausblicke» mehrere Dutzend seiner Werke.

Ruhe und Fantasie

Die von ihm erwähnte Entschleunigung manifestiert sich auf den ersten Blick. Es ist die Zurückhaltung in Farbgebung und Linienführung, die seine Gemälde eine grosse Ruhe ausstrahlen lässt, in der sich die Betrachter verlieren können. Es sind Küsten-, Berg- und Hügellandschaften in verschiedenen Abstraktionsgraden, die Stalder in unterschiedlichen Techniken auf die Leinwand gebracht hat.

Das spiegelt sich auch in den Titeln: Während auf «Der Küste entlang» die spärlich bewachsene Sanddüne klar erkennbar ist (vgl. Bild), fordern die Formen und Farben in «Hinein in die Ewigkeit» die Fantasie und Assoziation der Betrachtenden heraus.

Oder mit den Worten von Peter Stalder: «Ich schaffe Abstraktionen, die dem Betrachter Raum bieten, geleitet von seinem individuellen ‹inneren Bild› über Farben und Formen das Werk mit seinen subjektiven Vorstellungen und Gedanken für sich fertig zu gestalten und wahrzunehmen.»

Durch seine Lehre an der Kunstgewerbeschule Bern kam der in Langnau geborene und aufgewachsene Peter Stalder zum ersten Mal mit der Welt der Formen, Farben und Gestaltung in Berührung. Doch erste Versuche mit dem Pinsel machte er erst Ende der Neunzigerjahre nach einer Begegnung mit der Malerin Margrit Berger aus Steffisburg.

2003 fand er den «definitiven Zugang zur mehrheitlich abstrakten Malerei», wie er auf seiner Website www.stapart.com schreibt. Das Know-how erwarb er fast ausschliesslich autodidaktisch.

«Ausblicke»: Ausstellung Peter Stalder in der Galerie des Restaurants Alpenblick in der Stiftung Uetendorfberg – Öffnungszeiten: Mo und Di 11.30 bis 14 Uhr, Mi und So 9.30 bis 17.30 Uhr, Do bis Sa 9.30 bis 23 Uhr. Dauer der Ausstellung: bis Ende September. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 17.07.2017, 10:24 Uhr

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