Der EHC Oberlangenegg hat die Eisbahn verkauft

Seit kurzem gehört die Kunsteisbahn Oberlangenegg der neu gegründeten Betriebs-AG. Diese will im Frühling 2018 die Eisbahn erneuern und überdachen.

Samuel Krähenbühl, VR-Präsident der 3H44 AG.

Samuel Krähenbühl, VR-Präsident der 3H44 AG. Bild: zvg

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Was lange angekündigt wurde, ist nun Tatsache: Die neue Betriebs-AG der Kunsteisbahn Oberlangenegg – die 3H44 AG – ist ­gegründet worden. Sie hat auf Anfang April dem EHC Oberlangenegg die Eisbahn abgekauft – für einen sechsstelligen Betrag.

«Wir haben im Zusammenhang mit der genauen Summe Stillschweigen vereinbart», sagt ­Samuel Krähenbühl, Verwaltungsratspräsident der 3H44 AG. Grosse Unterstützung beim Deal hätten AG und Verein durch die AEK Bank erfahren. «Ohne sie wäre es nicht gegangen.»

EHC bleibt Mitbesitzer

Der EHC Oberlangenegg gehört als Aktionär der neuen AG weiterhin zu den Miteigentümern der Kunsteisbahn. Das Gründungsaktienkapital beträgt 2968 Namenaktien zu 44 Franken, was einem Gesamtkapital von 130 592 Franken entspricht.

Neben Präsident Krähenbühl, SVP-Grossrat und Gemeinderat von Unterlangenegg, sitzt auch Oberlan­geneggs Gemeindepräsident Ueli Aeschlimann im Verwaltungsrat. Das Gremium komplettieren Remo Brechbühl, Ernst Linder und Hans Tschanz.

Ziel der neu gegründeten AG ist es, die Kunsteisbahn zu erneuern und ein Dach darüber zu bauen. Der geplanten Vergrösserung des Eisfelds würden 240 Quadratmeter Wald zum Opfer fallen (wir berichteten).

Momentan ist die 3H44 AG erst eine Kerngesellschaft, die mit einem relativ geringen Basiskapital ausgestattet ist. Es soll im Hinblick auf das Bauprojekt mit Kosten von voraussichtlich rund drei Millionen Franken deutlich aufgestockt werden. «Ich bin sicher, dass wir das Geld zusammenbekommen», sagt Krähenbühl.

Momentan gehören erst einige Gemeinden der Region, der EHCO sowie die Mitglieder des Projektteams zu den Aktionären. «Im Sommer oder Herbst werden wir die Kapitalaufstockung der 3H44 AG angehen», verspricht Krähenbühl.

Wird ein Parkplatz gebaut?

Der Verwaltungsrat hat entschieden, die Bauarbeiten erst nach dem Ende der Eishockeysaison 2017/2018 anzugehen. «Wir wollten auf das neue Eishockeyjahr die Eisbahn übernehmen und rechtlich handlungsfähig werden», begründet Krähenbühl die Gründung zum aktuellen Zeitpunkt. Die AG könne nun bereits Aufträge auslösen und erste Rechnungen bezahlen.

Derzeit läuft das Verfahren zur Umzonung der Kunsteisbahn. Im Rahmen der Mitwirkung gingen vier Eingaben ein. Dabei wurde angeregt, das Projekt zu verkleinern oder sogar ganz darauf zu verzichten (wir berichteten). «Wir nehmen die Gegner ernst», sagt Krähenbühl.

Ein Thema der nächsten Monate sei denn auch, das Verkehrsregime zu verbessern. «Wir möchten einen Parkplatz bauen.» Krähenbühl hofft, dass die Gegner dies als Zeichen des guten Willens deuten. «Uns ist ein freundschaftliches Verhältnis zu den Nachbarn wichtig.»

Macht der Kanton bei der Vorprüfung vorwärts, wird die Gemeindeversammlung von Oberlangenegg am 30. Mai sowohl über die Umzonung wie auch über den Gemeindebeitrag an die neue Kunsteisbahn entscheiden. Parallel ist die Planungsgruppe der AG daran, das Baugesuch fertigzustellen. Die Bauarbeiten sollen dann nächstes Jahr beginnen. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 08.04.2017, 13:09 Uhr

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