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Der FC feiert – und sorgt sich um die Zukunft

Mit Turnieren und einem Fest feiert der FC Dürrenast sein 90-jähriges Bestehen. Der Blick in die Zukunft ist indes nicht sorgenfrei.

Dynamisch agiert der FC Dürrenast ­– im bekannten Blau – auf und neben dem Spielfeld.
Dynamisch agiert der FC Dürrenast ­– im bekannten Blau – auf und neben dem Spielfeld.
Patric Spahni
Ein Teamfoto aus den Anfängen des Vereins.
Ein Teamfoto aus den Anfängen des Vereins.
zvg
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1927 wurde der FC Dürrenast gegründet – damals noch als FC Gwatt. Ab morgen Freitag feiert der Verein nun sein 90-jähriges Bestehen. Die Geschichte ist von Kontinuität, Authentizität und traditionellen Werten geprägt, was zum Teil zu extrem langjährigen Mitgliedschaften führt.

«Viele unserer Ehrenmitglieder sind bereits über 80 Jahre alt, und am Sonntag wird sogar ein 94-jähriges Mitglied mitfeiern können», sagt Roger Schüpbach, der Vizepräsident des Clubs – und begründet, warum schon das 90-jährige Bestehen gefeiert wird: «Damit wir möglichst viele dieser Mitglieder dabeihaben können.» Deshalb feiert der Quartierclub drei Tage lang – und spielt vor allem auch viel Fussball.

Zusammenarbeit aller

Besonders stolz ist der Verein auf die Kontinuität in Bezug auf seine Trainer und Funktionäre. «Unsere Trainer sind im Durchschnitt schon seit 15 Jahren hier tätig», sagt Roger Schüpbach. «Obwohl bei uns ehrenamtlich gearbeitet wird, scheint es ihnen zu gefallen.» Für die nächsten 5 Jahre sei eine Verjüngung und Erweiterung der Funktionärs- und Trainerebene geplant, damit das weitere Bestehen des Clubs garantiert werden könne.

Auch die Zusammenarbeit aller Beteiligten sei ein wichtiger Bestandteil in der Philosophie des Vereins. «Es wird hier jeder eingebunden, das hat sich zum Teil schon auf die ­Eltern übertragen», sagt Schüpbach. «Uns sind auch der gegenseitige Respekt und das Einhalten von Regeln wie dem Blickkontakt bei der Begrüssung mit Händedruck sehr wichtig. Das schätzen sehr viele.»

Trainer könne beim FC Dürrenast, vor allem bei den Junioren, fast jeder werden. Wichtig dafür seien in erster Linie soziale Kompetenz und das Übernehmen der Clubphilosophie. Die nötigen Trainerkurse können laufend gemacht werden.

Rekrutierung in Teams

Seit rund 28 Jahren ist Roger Schüpbach nun in der Vereinsleitung tätig, und er konnte in dieser Zeit ein stetiges Wachsen des Vereins feststellen. «Das grosse Wachstum ist vor allem auch der Juniorenbewegung zu verdanken, die schon in den Gründerjahren in den 1950ern begann», sagt der Vizepräsident.

Wegen des höheren Einstiegsalters in den Sport habe es zuerst auch weniger Mannschaften benötigt. Er selbst sei 1980 mit 11 Jahren eingetreten. «Mir wurde bald bewusst, dass ich nicht genug Talent hatte, um im Fussball erfolgreich zu werden. Ich beschloss deshalb mit 20 Jahren, aufzuhören und stattdessen in die Vereinsleitung einzutreten», sagt er.

Auch heute passiere die Rekrutierung für Trainer und Funktionäre vor allem in den Mannschaften. «Es hat sich gezeigt, dass die neuen Funktionäre meistens nicht aus dem Meisterteam stammen», sagt Schüpbach.

Die Einteilung in Stärkegrade innerhalb der Jahrgänge habe aber auch andere Vorteile. «Wir wollen nicht nur leistungsorientierten Fussball bieten, sondern für jeden die richtige Plattform finden können», sagt Roger Schüpbach.

Eine Lösung muss her!

Auch der FC Dürrenast kann indes nicht immer mehr Mannschaften bilden, um allen Interessierten einen Platz zu bieten. «Da die vielen Teams oft Engpässe wegen der Plätze und Garderoben verursachen, müssen wir in den nächsten 5 Jahren rund drei Mannschaften weniger werden», sagt Roger Schüpbach. Der Vizepräsident des Clubs sieht darin eine grosse Schwierigkeit: Wohin mit all den neuen Anwärtern auf einen Platz im Team?

«Die vielen Wartelisten – und nicht nur im Fussball – sind in ganz Thun ein Problem. Ich musste das bei meiner Tochter erleben, als sie beim Geräteturnen auf der Warteliste stand.» Es sei extrem schwierig, einem kleinen Kind zu erklären, warum es nicht den Sport machen könne, den es wolle, sagt Schüpbach.

Eine Antwort des FC Dürren­ast sei jene Trainingsgruppe, in der Kinder im Alter zwischen sechs und acht Jahren trainieren gehen können. Laut Roger Schüpbach brauche es aber eine Lösung für die ganze Stadt.

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