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Der Fulehung hat jetzt sein eigenes Stübli

Dort, wo der Brauch begonnen hat, erhält der Fulehung seine eigene Stube: Er kann trotz Hausverkauf über der ehemaligen Schönholzer-Confiserie Süssigkeiten rauswerfen.

An der Unteren Hauptgasse 11: Stiftungspräsident Walter Schneider (links) und Niklaus Schönholzer in der neuen Fulehung-Stube.
An der Unteren Hauptgasse 11: Stiftungspräsident Walter Schneider (links) und Niklaus Schönholzer in der neuen Fulehung-Stube.
Markus Hubacher

Seit 67 Jahren versüsst der Fulehung der Thuner Bevölkerung ­jeweils den Ausschiesset-Montag. Nach seinem frühmorgend­lichen Auftritt auf dem Rathausplatz, der zeremoniellen Fahnenübergabe und dem anschliessenden Umzug durch die Innenstadt rennt der Gehörnte schlagend durch die Gassen und wirft bis in den Nachmittag hinein aus verschiedenen Fenstern Süssigkeiten in die Massen.

Dort, wo dieser Brauch seinen Anfang nahm – in der Bäckerei Schönholzer an der Unteren Hauptgasse 11 – erhält Thuns Kultfigur nun trotz Verkauf der Liegenschaft an die Stiftung Domus Historicus Thun, welche diese derzeit saniert, im ersten Stock eine Fulehung-Stube, von wo aus der Gehörnte weiterhin seine ­Täfeli-Tour beginnen kann (vgl. auch Bild rechts).

«Das Beibehalten dieser Fulehung-Stube war ein Anliegen der Brüder Hans, Niklaus und Thomas Schönholzer», erklärt Stiftungspräsident Walter Schneider. «Denn ihr Vater hat gemeinsam mit anderen Thuner Bäckern – darunter der Bäcker Fritz Bieri, der viele Jahre Fulehung war – im Jahr der Kantonalbernischen Ausstellung Kaba, 1949, diese Versüssungsaktivitäten der Narrenfigur ins Leben gerufen», erklärt er. Der Raum ist mit Fulehung-Masken, historischen Bildern und Plakaten geschmückt und kann auch für Sitzungen gemietet werden.

«Am Montag hat der Fulehung seine Stube in Besitz genommen und hat den ihm zurufenden Kindern den Morgen versüsst», freut sich Schneider. Sie hätten besonders laut gerufen: «Fulehuhunghung, Fulehuuuuuuuung.»

TT/sft

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