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Vor 150 Jahren: Der Giftmord von Schwarzenegg

Anna Elisabeth Hertig hatte zwei Geliebte. Einen wollte sie behalten, der andere musste weggeschafft werden. Die Chronik eines Verbrechens, die sich liest wie ein Drama von Shakespeare.

Im Januar 1869 entledigte sich die 23-jährige Anna Elisabeth Hertig ihres Geliebten Anton Haas mit Gift.

Im Januar 1869 entledigte sich die 23-jährige Anna Elisabeth Hertig ihres Geliebten Anton Haas mit Gift.

(Bild: Marius Schären)

Es sei ein Fall, wie seit Jahren im ganzen Kanton kein schwererer den Geschworenen zur Beurteilung gekommen sei. Mit diesen einleitenden Worten berichtete das «Thuner Blatt» am 11. September 1869, die ganze Titelseite füllend, über den Giftmord von Schwarzenegg. Angeklagt vor den Assisen in Thun waren Anna Elisabeth Hertig, geboren 1846, ihre Mutter Elisabeth Kropf und deren Mann in zweiter Ehe, Jakob Kropf. Laut dem Zeitungsbericht hatte die junge Anna Hertig in Lyon in einer Wirtschaft gearbeitet, wo sie zwei ernstere Bekanntschaften mit einem Franzosen namens Jean Simoni und einem Elsässer namens Anton Haas knüpfte.

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