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Die Anlage wird weniger kosten

Die ARA Thunersee spart bei der neuen Anlage zum Abbau organischer Stoffe Geld. In den nächsten vier Jahren investiert die ARA über 10 Millionen Franken in Sanierungen.

Über 10 Millionen Franken investiert die ARA Thunersee in den nächsten vier Jahren in Sanierungen.
Über 10 Millionen Franken investiert die ARA Thunersee in den nächsten vier Jahren in Sanierungen.
kst

«Ist man mit dem einen fertig, kommt schon das nächste Anliegen», hielt Hans Boss, Präsident Abwasserreinigungsanlage ARA Thunersee, an der Herbst-Delegiertenversammlung in der ­Hotelfachschule fest. Fertig und bereits in Betrieb ist die Biogasanlage.

Sie funktioniert laut Geschäftsführer Bruno Bangerter trotz kleiner Kinderkrankheiten gut. «Damit sind die 40-jährige Ära Stromproduktion und 20 Jahre Stromlieferung zu Ende», nannte Projekt- und Verfahrensleiter Hans­peter Reist die Folgen. Die ARA verkauft nun Biogas.

Das sei aber ein ökologischer Gewinn. Erfreulich: Der Kostenvoranschlag von 2,4 Millionen Franken werde unterschritten; um wie viel, sei aber noch offen. Die Biogasverwertung hat auf die Gemeindebeiträge keine Auswirkungen.

Berechnung überarbeitet

Der Rohbau der neuen Anlage zur Elimination von organischen Spurenstoffen ist fertig; jetzt wird das «Innenleben» eingebaut und montiert. Gestützt auf Erfahrungen in grossen Klärwerken in Deutschland, hat die ARA die Betriebskosten neu geschätzt.

Sie kommt zum Schluss, dass diese tiefer als budgetiert sein werden. Die Gründe: tiefere Dosiermenge für Pulveraktivkohle und Flockungsmittel, tieferer Stromverbrauch und tiefere Stromtarife als angenommen.

Auch die 25 Millionen Franken aus dem Kostenvoranschlag dürften unterschritten werden. «Wir rechnen mit einem deutlich geringeren Anstieg der Betriebskosten», hielt Finanzverwalter Stefan Oberli fest. Einzig für das laufende Jahr sei mit einem Mehrbetrag von 384 000 Franken (plus 6,3 Prozent) zu rechnen.

Weitere Schritte

In den nächsten vier Jahren stehen bei der ARA Investitionen für insgesamt gut 10 Millionen Franken an. Dazu gehören unter anderem die Sanierung von Belebungs- und Nachklärbecken und Zentrifugen. Die Delegierten bestätigen den Investitionsbedarf einstimmig. Der ARA Thunersee sind 36 Gemeinden angeschlossen.

Das Abwassergesetz verlangt bis 2026 die Rückgewinnung von Phosphor aus Klär- und Faulschlamm. Dazu gibt es verschiedene Verfahren. Welches gewählt wird, ist noch offen. Deshalb können die Kosten dafür heute noch nicht beziffert werden, war an der Delegiertenversammlung weiter zu erfahren.

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