Die Hochhausplanung ist fast unbestritten

Thun

Das auf der Kleinen Allmend geplante 15-stöckige Hochhaus stösst auf geringen Widerstand. Nur zwei Einsprachen wurden bei der Planauflage erhoben. Eine davon wird aufrechterhalten.

Mit 15 Stockwerken und 55 Meter hoch: So wie auf dieser Visualisierung soll das Hochhaus auf der Kleinen Allmend in Thun dereinst aussehen.

Mit 15 Stockwerken und 55 Meter hoch: So wie auf dieser Visualisierung soll das Hochhaus auf der Kleinen Allmend in Thun dereinst aussehen.

(Bild: zvg)

Ein Hochhaus mit 15 Stockwerken und einer Gebäudehöhe von 55 Metern ist auf der Kleinen Allmend in Thun geplant. Das Baufeld beim Kreisel mit der Dampflok an der Allmendstrasse gehört zum Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Thun-Nord und liegt in einer Zone mit Planungspflicht (ZPP). Bevor in der ZPP ein Projekt realisiert werden kann, muss erst eine Überbauungsordnung (ÜO) erlassen werden. Für den Teilbereich mit dem Hochhausprojekt legte die Stadt eine solche ÜO kürzlich öffentlich auf.

Schattenwurf kritisiert

Im Rahmen der fünfwöchigen Auflagefrist gingen zwei Einsprachen beim Planungsamt der Stadt Thun ein. Nach Auskunft von Co-Leiterin und Stadtplanerin Susanne Szentkuti wurden sie vom Verkehrs-Club (VCS) der Schweiz und von einer Privatperson aus dem ESP-Perimeter erhoben. Bei den Einspracheverhandlungen, die bereits stattfanden, habe der VCS seine Einsprache in eine Rechtsverwahrung umgewandelt.

Laut Szentkuti habe der VCS «qualitative Verbesserungen vorab im Energiebereich» am Projekt verlangt, die bei der Weiterbearbeitung nun berücksichtigt werden könnten. Die Privatperson, welche Höhe und Schattenwurf des Hochhauses beanstandete und dafür eine Umweltverträglichkeitsprüfung verlangte, erhalte ihre Einsprache weiterhin aufrecht, sagt Szentkuti.

Das Planungsamt wird dem ­Gemeinderat nun beantragen, die verbliebene Einsprache abzuweisen. Die Teilüberbauungsordnung sollte noch dieses Jahr beim Kanton zur Genehmigung ein­gereicht werden. Zielsetzung ist laut Szentkuti nach wie vor, dass in rund einem Jahr die Planungsgrundlage für das Hochhausprojekt in Kraft trete.

Büros, Gastronomie und mehr

Realisieren wird das neue Hochhaus mit einem oberirdischen Parkhaus die Halter AG. Die auf Wohn- und Geschäftsüberbauungen in der ganzen Schweiz spezialisierte Firma hat bereits im Herbst 2015 mit der Ruag einen Kaufrechtsvertrag abgeschlossen. Der Rüstungs- und Technologiekonzern wird als Hauptnutzer etwa die Hälfte der Büroräumlichkeiten für sich beanspruchen. Daneben sind Retail- und Gastronutzungen sowie Angebote im Fitness- und Konferenzbereich im Hochhaus auf der Kleinen Allmend mit dereinst mehreren Hundert Arbeitsplätzen geplant.

Thuner Tagblatt

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