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Die Kaba brachte sie zusammen

Eine der wichtigsten Veranstaltungen in der Geschichte Thuns ist die Kaba 1949, welche für Postkartensammler Urs Steinmann eine ganz besondere ­Bedeutung hat.

Irina Eftimie
Die Sesselbahn war an der Kaba der Publikumsliebling schlechthin. Mit ihr konnten die Besucher 8 Meter über dem Boden eine Rundfahrt über die gesamte Ausstellung machen.
Die Sesselbahn war an der Kaba der Publikumsliebling schlechthin. Mit ihr konnten die Besucher 8 Meter über dem Boden eine Rundfahrt über die gesamte Ausstellung machen.
zvg
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Egal, ob OHA, Neuland, Repti­lienausstellungen oder andere Messen, Thun ist immer wieder Schauplatz und ein Anziehungspunkt für Schweizer Grossveranstaltungen. Eine der grössten Messen, die Thun je erlebte, war die Kantonal-bernische Ausstellung, kurz Kaba, die im Jahr 1949 stattfand.

Beinahe 1,5 Millionen Besucher liessen sich von der Ausstellung begeistern und verschickten ihren Angehörigen und Bekannten, wie es damals so üblich war, Postkarten mit Abbildungen von der Messe. Urs Steinmann, in dessen Postkartensammlung jede Menge Karten von dieser wichtigen Veranstaltung zu finden sind, hat einen ganz persönlichen Bezug zur Kaba 1949.

Sesselbahn als Attraktion

«Mein Grossvater hatte natürlich einen Confiseriestand an der Kaba», sagt der 64-Jährige. «Um den grossen Ansturm bewältigen zu können, suchte er nach einer Aushilfe.» Eine der Bewerberinnen fiel aber nicht nur seinem Grossvater auf, sondern auch seinem Vater. «Mein Grossvater stellte sie für diese Zeit als Aushilfe ein, und so lernten sich meine Eltern kennen und lieben.»

«Mein Grossvater stellte sie für diese Zeit als Aushilfe ein, und so lernten sich meine Eltern kennen und lieben.»

Urs Steinmann

Für alle anderen, die nicht ihren zukünftigen Ehepartner an der Kaba kennen lernten, gab es auch jede Menge zu sehen. Besonders beliebt war die 1,1 Kilometer lange Sesselbahn, die über die Ausstellung und zum Teil sogar durch die sechs Hallen, in welchen alles von Handel und Landwirtschaft über Bau und Wohnen bis hin zu Sport und Handwerk vorgestellt wurde, führte.

Ein weiterer Publikumsmagnet waren die Amphibienfahrzeuge der US Army, mit denen die Besucher Rundfahrten auf den Strassen und dem See machen konnten. 1974 sollte dieser grosse Erfolg wiederholt werden, doch wegen wirtschaftlicher Probleme und starker Opposition aus dem Nordjura wurde die letzte Kaba abgesagt.

Quelle: Keller, Jon, «Sesselbahn lockte 1949 die Massen an», in «Thuner Tagblatt» (27. 7. 2011).

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