Die Metamorphose geht weiter

Thun

In Thun versucht die Freienhof AG erneut, die Zufahrt zur Einstellhalle zu ändern, und hofft auf Unterstützung der Stadt. Die AG will Anfang Winter die 2. Umbauetappe starten.

Beim Thuner Freienhof steht die nächste Umbauetappe an.

Beim Thuner Freienhof steht die nächste Umbauetappe an.

(Bild: Markus Hubacher)

Das Bauen im Thuner Freienhof geht weiter. Über das Grobkonzept der nächsten Etappe wurden am Samstag zahlreiche Aktionäre und Interessierte informiert. «Unser Motto bleibt gleich: Hier entsteht die Zukunft», hielt Direktor Thomas König fest. Obwohl inzwischen eine AG, so VR-Präsident Corrado Pardini, solle die Weiterentwicklung in genossenschaftlichem Sinne geführt werden.

«Der Freienhof soll traditioneller Treffpunkt verschiedener Generationen mit unterschiedlichen Bedürfnissen bleiben, aber sich nachhaltig für die zukünftige Entwicklung positionieren», erläuterte er. Das Produkt soll für Kopf- und Bauchgefühl wie auch finanziell stimmen. Um die Weichen richtig stellen zu können, habe man letztes Jahr einen Baustopp verfügt und sei nochmals über die Bücher gegangen.

So geht es weiter

Die Hälfte der Investitionssumme von 30 Millionen Franken ist umgesetzt. Bis auf zwei Wohnungen sind im Altbau alle Einheiten vermietet; ebenso die beiden Geschäftslokale im Erdgeschoss. Damit ist ein VR-Entscheid, sich mit der Gastronomie aus dem Altbau zurückzuziehen, erfüllt. Jetzt gehts um die Bereiche Restaurant, Seminar und Hotel im rückwärtigen Anbau. Vorgesehen sind: Der aareseitige Eingang wird umgestaltet und gilt als Zugang zur Restauration. Ein zweiter, neuer Eingang wird für die Hotelgäste an der hinteren Front eingebaut. Alle Hotelzimmer werden modernisiert. Bis im Sommer soll dazu ein Projekt vorliegen. Der Baubeginn ist für November vorgesehen.

Die aareseitige Erschliessung der Einstellhalle ist für Nutzer und Freienhofgäste unbefriedigend und stört. Es sei «ein Dorn im Auge», nannte es VR-Präsident Pardini. Versuche, die Erschliessung an die Freienhofgasse zwischen Freienhof und Nachbargebäude zu verlegen, sind bisher gescheitert (wir berichteten). Jetzt will man einen neuen Anlauf nehmen, um das Problem zu lösen. «Wir hoffen und wünschen uns, dass uns die Stadt dabei unterstützt», sagte Pardini.

Und der Giardino?

Und was passiert mit dem Giardino, fragte ein Votant. «Das ist ein wunderschöner Platz und er muss im Projekt eine entsprechende Rolle spielen», betonte Pardini. Nach seiner Vorstellung sollte er nicht eingezäunt, sondern für alle offen sein.

Denkbar wäre für ihn eine Kooperation mit einer anderen, angrenzenden Restauration. Für eine öffentliche Nutzung wäre es ideal, wenn die Erschliessung Einstellhalle verlegt werden könnte. Allerdings müsste die Tragfähigkeit der darunterliegenden Parkhausdecke geprüft werden. «Falls sich hier Lösungen abzeichnen, wären wir auch bereit, unsere Umbauetappen zu überprüfen», gab sich Pardini kompromissbereit.

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