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Die Tellenburg bröckelt weiter

Im September wird dem Gemeinderat vom Kanton ein Sanierungskonzept für die Tellenburg vorgelegt. Die bekannte Ruine hat mindestens eine einsturzgefährdete Mauer.

Die Tellenburg-Ruine in Frutigen: Eine Ecke der einsturzgefährdeten Ringmauer ist notdürftig gesichert.
Die Tellenburg-Ruine in Frutigen: Eine Ecke der einsturzgefährdeten Ringmauer ist notdürftig gesichert.
Hans Rudolf Schneider

Vor einem Jahr musste die Ruine Tellenburg – das mittelalterliche Wahrzeichen Frutigens – notfallmässig gestützt werden. Eine Ecke der Ringmauer ist seither mit Holzbrettern und Stahlseilen gesichert.

Auch an weiteren Stellen und am Turm sind Risse zu sehen. Damals erkannte der Archäologische Dienst des Kantons Bern raschen Handlungsbedarf für eine Sanierung. Letztmals war die Ruine 1975 umfassenden Sanierungsarbeiten unterzogen worden.

Konzept im September

Die genaue Bauzeit und den Bauherrn der Tellenburg kennt man nicht, erstmals urkundlich erwähnt wird die Tellenburg im 13.Jahrhundert. Gemäss Denkmalgesetz kann die Gemeinde als Eigentümerin die Ruine nicht einfach verfallen lassen, deshalb wird natürlich auch finanzielle Unterstützung vom Kanton erwartet.

Doch seit der Rettungsaktion im letzten Jahr bröckelt das Mauerwerk weiter, die Sanierung lässt auf sich warten. Die Gemeinde bestätigt jetzt die Aussage des Kantons, wonach dieser Mitte September dem Gemeinderat ein Konzept zur Sanierung der Ruine Tellenburg vorstellen kann.

Dann kann die Diskussion über Vorgehen, Zeitplan und Kosten starten. Volker Herrmann, Leiter Bereich Stadt-, Burgen-, Kirchenarchäologie und Bauforschung beim archäologischen Dienst, hatte letztes Jahr «akute Einsturzgefahr» für die betroffene Mauerecke diagnostiziert. Und heute? «Wir waren längere Zeit nicht vor Ort. Es sollte uns aber nun gelingen, mit einem Jahr Verspätung die Sanierung anzugehen. Gefahr in Verzug besteht allemal.»

BO/hsf

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