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Doppeldecker stürzte ab

Der Absturz eines Doppeldeckers auf der Thuner Allmend vor 100 Jahren forderte zwei Menschenleben.

Diese Aufnahme von 1919 zeigt eine DH-3a der Ad Astra-Aero AG. Um welchen Typ es sich bei dem im März 1918 abgestürzten Doppeldecker handelte, geht aus den Quellen nicht hervor.
Diese Aufnahme von 1919 zeigt eine DH-3a der Ad Astra-Aero AG. Um welchen Typ es sich bei dem im März 1918 abgestürzten Doppeldecker handelte, geht aus den Quellen nicht hervor.
Stadtarchiv Thun, Sammlung S.A. Gassner

Am 8. März 1918 berichtete das «Tagblatt der Stadt Thun» von folgendem Fliegerunglück, das sich auf der Thuner Allmend ereignet hatte: «Fliegerleutnant ­Pagan und sein Begleitoffizier, Oberleutnant Schoch, sind anlässlich eines Übungsfluges des Fliegerabwehrkurses mit ihrem Doppeldecker auf der Allmend abgestürzt. Beide Insassen sind tot.»

Was vor 100 Jahren sonst noch für Schlagzeilen sorgte: 2.3.1918Die Eidg. Liegenschaftsverwaltung in Thun beabsichtigt, auf dem Torfmoos in der Gemeinde Amsoldingen, Eigentum der Eidgenossenschaft, circa 2500 Ster Torf auszubeuten. 4.3.1918 Die Fettbestandaufnahme ergab in den Haushaltungen von Thun: 1184 Kilo eingesottene Butter, 3694 Kilo Speisefette und 423 Kilo Speiseöl, total 5301 Kilo. 4.3.1918 Der Regierungsrat hat 6678 Franken an die Gemeinde Thun für die Erweiterung der Löscheinrichtungen bewilligt. 5.3.1918 Das Automobilunternehmen Thun-Goldiwil-Heiligenschwendi wurde gegründet. 6.3.1918 Zur Mobilmachung sind eingerückt: der Feldartillerie-Regimentsstab, die Batterien 31, 32 und 33 sowie der Abteilungsstab 11. Sie sind zum Grenzdienst von Thun weggezogen. 12.3.1918 Der Gemeinderat schreibt infolge Rücktritts des bisherigen Inhabers die Stelle eines Direktors der Licht- und Wasserwerke der Stadt Thun aus. Besoldung pro Jahr: 7000 bis 8600 Franken. 14.3.1918 An der einberufenen Versammlung der Arbeiterunion Thun drohen die über 400 anwesenden Arbeiterinnen und Arbeiter mit dem Generalstreik. 15.3.1918 Wegen Milchmangels können der Bevölkerung nur noch 5,5 dl Milch pro Person abgegeben werden. 18.3.1918 Gustav Amman, Besitzer des Schlossgutes Strättligen, hat zum Andenken an seinen in den Bergen verunglückten Bruder Alfred Vergabungen im Betrag von 8000 Franken gemacht. 19.3.1918 Die Frage wird besprochen, ob man den im Jahr 1900 ­gebauten und 1912 vergrösserten Schraubendampfer Spiez auf Akkumulatorenbetrieb umbauen könnte. 20.3.1918 Der Grosse Rat hat beschlossen, dass das Kantonale Lehrerinnen-Seminar von Hindelbank nach Thun verlegt werde. 22.3.1918 Zur Unterbringung mehrerer Familien, denen auf den 1. Mai die bisherige Wohnung gekündigt wurde, sucht die Stadtpolizei in den umliegenden Gemeinden Wohnungen. Die Gemeinde Thun leistet für den Mietzins Gutsprache und übernimmt im Bedürfnisfalle die Unterstützungspflicht. 23.3.1918 Die Primarlehrer Eberhard und Wyssbrod aus Thun haben ein neues Lehrmittel für das Rechnen erfunden. Es ist ein Brett mit gebohrten Lochreihen, die mit verschiedenfarbigen Marmeln gedeckt werden. 25.3.1918 Die Parteiversammlung der Freisinnig-Demokratischen Partei des Amtes Thun tagte im «Sädel» zur Besprechung der Gründung einer bernischen Bauernpartei. 30.3.1918 In der Thuner Volksküche ist Tag für Tag ein grossartiger Betrieb. Nahezu 250 Personen sitzen bei Tische und lassen sich das Mittagsmahl schmecken.

Quelle: Stadtarchiv Thun.

mbs

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