Drei Verkehrsverbände machen mobil

Thun

Verschiedene Verkehrsverbände kritisieren die Verkehrssituation an der Freienhofgasse.

Die Verkehrssituation an der Freienhofgasse gibt weiter zu reden. Bild: Google Streetview

Die Verkehrsverbände VCS Regionalgruppe Thun-Oberland, Pro Velo Region Thun und Fussverkehr Kanton Bern üben Kritik am Verkehrsregime in der Freienhofgasse in Thun.

Nachdem der Stadtrat im August den Projektierungskredit der Sanierung und Erneuerung Freienhofgasse zurückgewiesen hat, haben sie dem Thuner Gemeinderat Sofortmassnahmen für den heute ungenügenden Zustand der Freienhofgasse eingereicht. Gemäss ihrer Medienmitteilung von gestern verlangen sie:

1. Wiederherstellung der Zebrastreifen wie vor der Baustellensituation. Dies betrifft die Ergänzung der entfernten Zebrastreifen bei der Oberen Hauptgasse/Kreuzgasse und vor dem Lauitorkreisel. Im Gesamtverkehrskonzept Stadt Thun 2035 Netzplan Fussverkehr sind die Zebrastreifen ersichtlich.

2. Der Zebrastreifen eingangs Bälliz (vor Brötie) über die Freienhofgasse hält die Sichtweiten nicht ein. Eine sofortige Verbesserung ist im Interesse der Sicherheit für die Verkehrsteilnehmenden erforderlich.

3. Einführung von Tempo 30 auf der gesamten Strecke Maulbeerkreisel bis zum Lauitor. Dies ermöglicht zusammen mit dem Einbahnsystem des Durchgangsverkehrs, dass die Fahrbahnbreiten partiell verschmälert und somit die Trottoirs verbreitert werden können.

4. Für Busspur und Bushalt Seite Krebser ist nur noch eine Fahrbahn nötig, da in diese Richtung kein Durchgangsverkehr mehr zirkuliert. Der Strassenrand kann provisorisch verschoben und damit das Trottoir auf der Bahnhofbrücke verbreitert werden.

Für fünf Jahre kann eine provisorische, behindertengerechte Lösung für die Bushaltestelle erstellt werden.

5. Demarkierung der drei verbleibenden Umschlagplätze (gelb markiert) in der Freienhofgasse, da sie den Veloverkehr behindern und immer wieder zu gefährlichen Ausweichmanövern der Velofahrenden führen.

Eine Verlängerung der Velospur anstelle der Güterumschlagplätze würde allen Verkehrsteilnehmenden mehr Sicherheit geben. Die Anlieferung muss anderweitig gelöst werden.

Während der Baustellen der letzten zwei Sommer mussten die Fussgängerinnen und Fussgänger übermässig erschwerte Bedingungen bezüglich direkter Wege sowie sicherer Fahrbahnquerungen in Kauf nehmen, heisst es in der Medienmitteilung weiter:

Mehrere Fussgängerstreifen (Maulbeerkreisel, Obere Hauptgasse/Kreuzgasse und vor dem Lauitorkreisel) wurden aufgehoben und die Fussgänger an der Querung der Freienhofgasse mittels Holzabschrankungen gehindert.

«Gemäss unseren Informationen soll dieser Zustand bis zur Sanierung der Freienhofgasse im 2024, also für weitere fünf Jahre, so bleiben», schreiben die Verbände. «Diese Ausgangslage ist aus unserer Sicht kein haltbarer Zustand für die drittgrösste Stadt im Kanton Bern.»

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