Ein Defizit an Epprechts letzter Versammlung

Uttigen

Im Budget 2018 wird mit einen Aufwand­überschuss von 111'972 Franken gerechnet. Die ­Gemeinde will Geschäfts- und Verwaltungssoftware anschaffen.

Bei seiner letzten Gemeindeversammlung begrüsste der zurück-tretende Gemeindepräsident An­dreas Epprecht 78 Stimmberechtigte seiner Gemeinde, die im ­Juni 2017 den 2000. Bürger will­kommen heissen konnte. Vize­gemeindepräsident Albert Baur präsentierte ihnen das Budget.

Bei gleich bleibendem Steuerfuss von 1,63 Einheiten und einer Liegenschaftssteuer von 1,0 Promille des amtlichen Wertes wird ein Aufwandüberschuss von insgesamt 111'972 Franken erwartet. 81'861 Franken gehen zulasten des allgemeinen Haushaltes.

2018 sind Investitionen von total 565'000 Franken geplant, davon steuerfinanzierte von 190'000 Franken für die Sanierung Deckbelag Flurweg und Hochwasserschutz Giesse. Das Defizit wird dem am 1. 1. 2018 erwarteten Eigenkapital von 1,42 Millionen Franken belastet. Das Budget wurde einstimmig angenommen.

Neue Software bewilligt

Ebenso einstimmig wurde der Antrag des Gemeinderates angenommen, die MSM Treuhand AG Langenthal als externes Rechnungsprüfungsorgan einzusetzen. Damit wird die Rechnungsprüfungskommission Uttigen per 1. 1. 2018 aufgelöst. Damit die Vorarbeiten für eine Geschäfts- und Verwaltungssoftware eingeleitet werden konnten, hatte der Gemeinderat am 19. September die einmaligen Kosten von 23'522 Franken genehmigt.

Der Souverän hatte noch über die jährlichen Folgekosten von 6590 Franken zu befinden. Diskussionslos wurde der Antrag angenommen. Mit dem Aufbau der Schulsozialarbeit soll ein neues Werkzeug in das Bildungssystem integriert werden. Sie soll helfen, Probleme vor Ort zu lösen, die Integration fördern und die Lehrpersonen entlasten, aber auch die Eltern unterstützen.

Gemeinderat Andreas Reber erläuterte, dass mit sechs umliegenden Gemeinden ab August 2018 gestartet werden soll. Der Kredit für den dreijährigen Pilotbetrieb von 991'000 Franken für Uttigen wurde einstimmig angenommen.

Präsident verabschiedet

Andreas Epprecht ermunterte die Anwesenden, sich doch für den Frauenverein Uttigen zu engagieren. «Er kämpft ums Überleben. Ohne neue Vorstandsmitglieder droht ihm 2019 die Auflösung», erklärte er, bevor er von Albert Baur verabschiedet wurde.

Seit 24 Jahren habe sich Epprecht mit grossem Engagement für die Gemeinde eingesetzt: ab 1994 acht Jahre in der Schulkommission, von 2002 bis 2010 als Gemeinderat und danach acht Jahre als Präsident, fasste Baur zusammen. Wegen Amtszeitbegrenzung wurden zudem ­Albert Baur, Daniel Schenk und Peter Bähler verabschiedet. Neu in den Rat wurden vor zwei Wochen Philipp Gafner, Karin Eggimann und Irene Plüss-Meyer gewählt. Die Gemeinde wird von Markus Sterchi geführt.

Thuner Tagblatt

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