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Ein Labor für das Essen der Zukunft

Auf dem Areal der früheren Gärtnerei Roggli soll es wieder grünen.

Die Treibhäuser der früheren Gärtnerei Roggli.
Die Treibhäuser der früheren Gärtnerei Roggli.
Marc Imboden

Mitte November vor vier Jahren verschwand ein weiterer Traditionsbetrieb in der Region Thun: Die Rudolf Roggli AG stellte nach 111 Jahren den Betrieb ein. Seither stehen die Treibhäuser zwischen Uttigen- und Brüggstrasse leer. Doch nun soll dort ein Innovations-, Kompetenz-, Erlebnis- und Schulungszentrum für nachhaltigen Gartenbau und zukunftsgerichtete Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft entstehen, wie die Organisation Entwicklungsraum Thun (ERT) am Donnerstag mitteilte. Das Projekt läuft unter dem Namen «AgroFoodLab», was mit «landwirtschaftliches Lebensmittellaboratorium» übersetzt werden kann.

In Uetendorf werden «lokale Energie- und Gartenbauunternehmen, Lebensmittelhersteller und Bildungsinstitutionen in einem Geschäftsmodell vereint», heisst es in der Medienmitteilung. Ziel sei es, in einem Reallabor Lösungen für eine gemeinsame und langfristige Wertschöpfung zu entwickeln. Das Ganze ist ein Projekt der Neuen Regionalpolitik (NRP), die am 1. Januar 2008 in der Schweiz in Kraft getreten ist und mit welcher Bund und Kantone das Berggebiet, den weiteren ländlichen Raum und die Grenzregionen in ihrer regionalwirtschaftlichen Entwicklung unterstützen.

Für die Behörden o.k.

Die Gemeinde Uetendorf hat die Bauvoranfrage bereits positiv beantwortet. Zudem liegt ein Kaufrechtsvertrag für das Areal vor, welcher bis Ende Januar 2020 gültig ist, führt der ERT aus, der zwischen den Projektträgern und der öffentlichen Hand als Vermittler fungiert. Die Energie Thun AG, die Gartenbauschule Hünibach sowie die Blumen Gerber und Co. AG hätten dem Projekt mittels Absichtserklärungen ihre Partnerschaft zugesichert.

Als erster Meilenstein soll aus den Projektpartnern der Anlage eine Interessengemeinschaft gebildet werden, welche als Trägerschaft des Projekts auftreten wird. Die Gesamtkosten des NRP-Projekts betragen 497000 Franken, wovon rund 60 Prozent in Eigenleistung erbracht werden sollen. Für den Rest wird bei der NRP ein Beitrag von 200000 Franken beantragt. Der NRP-Beitrag ist auf die konzeptuelle Phase ausgerichtet, welche mit der Erstellung des Geschäftsmodells im Herbst 2020 abgeschlossen wird.

Die anschliessende bauliche Umsetzung ist nicht mehr Teil des NRP-Projekts. «Mit der Realisierung des Projekts ‹AgroFoodLab› in Uetendorf würde im ERT-Perimeter ein Leuchtturmprojekt geschaffen, welches auch weit über die Grenzen der Region ausstrahlen würde und dessen innovative Lösungsansätze auf grosses Interesse stossen könnten», ist der ERT überzeugt. Dessen Geschäftsleitung hat vom Projekt Kenntnis genommen und einstimmig beschlossen, das Gesuch des Projektträgers ans Amt für Wirtschaft weiterzuleiten.

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