Zum Hauptinhalt springen

Ein Neubau gegen die allgemeine Platznot

Teile der Stiftung Silea und der Spitex Region Thun AG ziehen in den Innopark an der Militärstrasse. Die bereits dort tätigen Firmen Peter Soltermann AG und Bletag AG erhalten dank des Neubaus zudem mehr Platz.

Sie vertreten die vier Firmen, die in den Neubau ziehen: (v. l.) Daniela Soltermann, Geschäftsführerin Peter Soltermann AG; Hans-Rudolf Zaugg, Bereichsleiter Produktion Stiftung Silea; Karin Affolter, Geschäftsführerin Spitex Region Thun AG, und Walter Heger, Mechanikermeister Bletag AG.
Sie vertreten die vier Firmen, die in den Neubau ziehen: (v. l.) Daniela Soltermann, Geschäftsführerin Peter Soltermann AG; Hans-Rudolf Zaugg, Bereichsleiter Produktion Stiftung Silea; Karin Affolter, Geschäftsführerin Spitex Region Thun AG, und Walter Heger, Mechanikermeister Bletag AG.
Gabriel Berger

«In Thun besteht eine Überkapazität an Büroräumen. Daher wollen wir hier in erster Linie Fläche für das Gewerbe schaffen.» Was sich Peter Soltermann, Verwaltungsratspräsident des gleichnamigen Thuner Metall- und Glasbauunternehmens, als Ziel gesetzt hat, geht nun auch in Er­füllung. Diese Woche hat Soltermann, zusammen mit den Direktbeteiligten, bekannt gegeben, wer in den Neubau im Innopark an der Militärstrasse 6 zieht. Es sind die Stiftung Silea und die Spitex Region Thun AG. Ausserdem erhalten die bereits vor Ort stationierten Peter Soltermann AG und Bletag AG dringend benötigten zusätzlichen Platz.

Mehr Platz, mehr Effizienz

Vor wenigen Wochen wurde der aus den 1930er-Jahren stammende Altbau hinter dem Innopark-Bürogebäude, der zuletzt praktisch leer stand, abgerissen (wir haben berichtet). Derzeit laufen nun die Vorbereitungen für den Neubau. Wenn alles nach Plan läuft, sollte er Ende 2018 bezugsbereit sein. Auf den vier Geschossen entsteht eine Fläche von total rund 4000 Quadratmetern. Die Nutzlast ist bewusst auf Gewerbebetriebe ausgerichtet und beträgt je nach Stockwerk zwischen 500 und 2500 Kilogramm pro Quadratmeter. Das ist deutlich mehr als in einem ­Bürogebäude.

Im Parterre werden sich die Peter Soltermann AG und die Bletag AG einrichten. «In unserer Alu-abteilung herrschen seit längerem sehr enge Platzverhältnisse. Mit der zusätzlichen Fläche können wir deshalb unsere Effizienz steigern», erklärt Daniela Soltermann, Inhaberin und Geschäftsführerin des Familienbetriebs. Der Neubau sei auch ein Bekenntnis der Firma zum Standort Thun.

Walter Heger vom Blechtechnikunternehmen Bletag AG verspricht sich derweil eine «Optimierung der internen Abläufe» im 88-plätzigen Hochregallager im Parterre des Neubaus. «Aktuell müssen wir unsere Bleche teilweise extern unterbringen, weil unser eigenes Lager zu klein geworden ist. Das wird sich ändern.»

Beeinträchtigte ziehen um

Für das erste und zweite Obergeschoss hat Peter Soltermann die Stiftung für integriertes Leben und Arbeiten (Silea) als Mieterin gewinnen können. Konkret werden zwei Produktionsabteilungen, die seit 1974 am Silea-Hauptsitz am Hännisweg im Gwatt stationiert sind, an die Militärstrasse umziehen. «Wir waren schon seit längerem auf der Suche nach einem grösseren Standort. In den heutigen Werkstätten stossen wir je länger, je mehr an unsere Grenzen», hält Hans-Rudolf Zaugg, Bereichsleiter Produktion bei der Silea, fest. Künftig stehe den zwei Abteilungen fünfmal mehr Platz zur Verfügung. Total werden im Neubau 70 bis 100 Menschen mit einer geistigen, psychischen oder körperlichen Beeinträchtigung arbeiten können. Hinzu kommen 15 Silea-Mitarbeitende aus den Bereichen Begleitung und Unterstützung, Lager, Logistik und Administration.

Zu guter Letzt zieht die Spitex Region Thun AG in den dritten Stock des neuen Gebäudes. Bislang befindet sich im Verwaltungsgebäude des Innoparks der Stützpunkt Nordwest der Spitex. Nun werden auch die aktuell am Malerweg beheimateten Büros der Geschäftsstelle an die Militärstrasse umziehen. «Unsere Organisation ist in den letzten Jahren stark angewachsen – von 150 auf 200 Mitarbeitende» , sagt Geschäftsführerin Karin Affolter. Im Neubau sollen ausserdem die Teams der Fachbereiche Palliativ Care, Hauswirtschaft und Begleitung, das Bedarfsabklärungsteam sowie zusätzliche Sitzungs- und Schulungsräume Platz finden.

Über 8 Millionen Franken

Insgesamt investiert die Innopark Thun AG rund 8 Millionen Franken in das Projekt. Die Silea investiert zusätzliche 400 000 Franken. Bei der Energieversorgung setzt die Innopark Thun AG auf Nachhaltigkeit: Das Dach wird mit über 200 Fotovoltaikmodulen bestückt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch