«Ein Parteiwechsel ist kein Thema»

Thun

Thuner Wahlen: Wir fühlen den Gemeinderatskandidierenden auf den Zahn. Heute Daniela Huber Notter (BDP).

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BDP-Kandidatin Daniela Huber Notter.

(Bild: pd)

Im Hinblick auf die Thuner Wahlen vom 25. November stellen wir allen Gemeinderatskandidierenden – ausser den Bisherigen – zehn Fragen.

Drei von fünf BDP-Stadträten haben vor kurzem die Partei gewechselt; Hand aufs Herz: War das für Sie nie ein Thema?
Es ist nicht verboten, einer Partei den Rücken zu kehren, wenn man inhaltlich nicht mehr einverstanden ist. Diesen Schritt allerdings sechs Wochen vor der Bekanntgabe einer erneuten Kandidatur mit einem Übertritt in eine andere Partei medial gross anzukündigen, ist doch sehr speziell! Für mich war und ist ein Parteiwechsel kein Thema. Das Positionspapier der BDP entspricht meiner politischen Gesinnung voll und ganz.

Was bedeutet Thun für Sie?
Thun ist für mich Heimat, sich wohlfühlen, dankbar sein, dass ich hier zu Hause sein darf. Auch wenn ich nicht hier aufgewachsen bin, den Fulehung nicht von Kindesbeinen an kenne, Thun ist mein Zuhause.

Die politische Ausrichtung von BDP-Kandidatin Daniela Huber Notter. Quelle: smartvote

Wo hapert es in Thun?
Ich möchte nicht das Negative ins Feld führen, sondern das Positive von und in Thun betonen! Die einmalige Lage! Wir neigen dazu, uns zu beklagen, was alles nicht rundläuft oder besser wäre. Nicht-Thuner und -Thunerinnen beneiden uns immer um unseren Wohnort – ich verstehe das nur zu gut!

Was lieben Sie an Thun?
Ich liebe an Thun fast alles. Die Einwohner, das Multikulti, die Altstadt, die Berge, den Thunersee, die Aare, den Mittwoch- und Samstagmarkt.

Welche Schwerpunkte möchten Sie als Gemeinderätin setzen?
Als Gemeinderatsmitglied möchte ich bewusst Sachpolitik betreiben und mich in ein gut eingespieltes Team integrieren. Innovation und Wirtschaft wird in Thun grossgeschrieben. Für bestehende und neue Firmen soll Thun weiterhin attraktiv sein.Thun soll eine generationenverbindende familien- und kinderfreundliche Stadt bleiben, welche sicher und sauber ist. Der Langsamverkehr soll gefördert werden, damit unsere wundervolle Altstadt weiterhin zum Einkaufen und Flanieren einlädt – sowohl uns Thuner als auch Auswärtige und Touristen.

Wenn Sie die Stadt als Wohnort verlassen würden – wohin würden Sie am ehesten ziehen?
Wohl nicht allzu weit weg von Thun, denn die meisten unserer guten Freunde und Bekannten leben in und um Thun. Goldiwil oder Fahrni kämen infrage. Da ist die Aussicht grandios, und frau hat die Übersicht.

Mit welcher Person möchten Sie gerne einmal ein paar Runden auf dem Thuner Riesenrad drehen – und warum?
Leider habe ich das total verpasst. Ich würde mir wünschen, dass ich diese Runden mit MC (Master of Ceremonies) Pädu Anliker hätte drehen können. Er war eine sehr direkte, herzliche, manchmal grobe und wiederum total weichherzige Persönlichkeit. Er war für mich der Inbegriff des Vollblut-Thuners.

Was ist ausserhalb der Politik Ihre grösste Leidenschaft?
Ich bin sehr naturverbunden und versuche möglichst viel meiner Freizeit draussen zu verbringen. Im Winter etwas weniger, denn ich bin ein absoluter Gfröörli!

Wenn Sie mit einer Zeitmaschine in die Thuner Vergangenheit reisen könnten – welche Epoche würden Sie wählen?
Nun bin ich 54 Jahre und sehr froh, nicht viel früher geboren worden zu sein. Unverblümt gebe ich zu: Ich liebe den heutigen Komfort und geniesse das Leben in vollen Zügen.

Welches ist Ihr Lieblingsort in Thun?
Mein absoluter Favorit ist der Sportplatz in Goldiwil. Diese Aussicht auch vom Schulhaus ist wirklich atemberaubend. Überzeugen Sie sich selber!

mik/gbs

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