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Ein Tag voller Emotionen

Freud und Leid liegen im Sport nahe beieinander. Die Hoffnungen des FC Thun waren vor dem Cupfinal gross, am Ende blieb nur die grosse Ernüchterung. Aber auch Stolz auf das Erreichte.

Atemberaubende Choreografie der Thuner Fans: Leider durften  die Oberländer die Trophäe nur aus der Distanz betrachten.
Atemberaubende Choreografie der Thuner Fans: Leider durften die Oberländer die Trophäe nur aus der Distanz betrachten.
Patric Spahni
Live-Schaltung vom Rathausplatz ins «Sportpanorama» auf SRF: Daniela Milanese interviewt FCT-Präsident Markus Lüthi.
Live-Schaltung vom Rathausplatz ins «Sportpanorama» auf SRF: Daniela Milanese interviewt FCT-Präsident Markus Lüthi.
Steve Wenger
Enttäuschung bei Dejan Sorgic.
Enttäuschung bei Dejan Sorgic.
Christian Pfander
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Es scheint, als wolle der Himmel seine Verbundenheit mit den Thunern bezeugen. Kurz nach Abpfiff setzte am Sonntag der Regen ein. Und hörte bis anhin nicht auf. Auch die Tränen der Thuner Spieler und Fans dürften noch nicht getrocknet sein.

Melancholie hängt über Thun. Melancholie, weil wegen der Niederlage gegen Basel die günstige Gelegenheit verpasst wurde, erstmals in der 121-jährigen Geschichte einen nationalen Titel zu erringen. Alles schien angerichtet. Tausende Thuner Fussballfans stimmten sich bereits am frühen Sonntagmorgen auf dem Mühleplatz ein, fuhren dann in zwei Extrazügen nach Ostermundigen, um von dort aus Richtung Stadion zu marschieren.

Immer mit dabei: der Glaube und die Hoffnung. Nur, es sollte nicht sein. Am Ende jubelten die Basler. Die Thuner lagen am Boden. Nach aufopferndem Kampf auf und neben dem Feld.

Gemeinsames Verarbeiten

«Ich bin traurig», sagte FCT-Präsident Markus Lüthi nach der 1:2-Niederlage mehrfach in die Mikrofone. «Wir teilen Freud und Leid mit unseren treuen Fans.» Deshalb habe sich die Clubleitung entschieden, so oder so eine Feier zu machen. «Eure Unterstützung zu spüren, tut uns gerade sehr gut», sagte ein sichtlich bewegter Sportchef Andres Gerber Stunden später auf dem Rathausplatz.

Nur zu gerne hätte er den Kübel nach Thun gebracht. Derweil stimmten Hunderte Thuner Fans das «Vogellisi» an, skandierten immer wieder «Wär nid gumpet, isch ke Thuner». Die Enttäuschung war den Spielern zwar ins Gesicht geschrieben, trotzdem liessen sie es sich nicht nehmen, mit den Fans eine Welle zu machen. Ein erster wichtiger Schritt in der gemeinsamen Verarbeitung.

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