«Ein Weg ja – aber nicht direkt dem Ufer entlang»

Thun

Wir fühlen den Thuner Gemeinderatskandidierenden auf den Zahn. Heute Suzanne Albrecht (Grüne).

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Suzanne Albrecht (Grüne).

(Bild: PD)

Im Hinblick auf die Thuner Wahlen vom 25. November stellen wir allen Gemeinderatskandidierenden – ausser den Bisherigen – zehn Fragen. Die Publikationsreihenfolge wurde ausgelost:

Welcher Entscheid des Thuner Gemeinderats hat Sie als Präsidentin von Pro Natura Region Thun in den letzten vier Jahren am meisten genervt?
Gefreut hat mich der Entscheid zur Erstellung eines Biodiversitätskonzepts und das Orchideenpflegekonzept 2017 der Stadt Thun. Genervt hat mich, dass im Strandbad ein befestigter Uferweg direkt am Ufer entlang läuft und auch im Winter zugänglich sein soll. Dies, obwohl der Thunersee ein Wasser- und Zugvogelreservat von nationaler Bedeutung ist und bisher viele zum Teil seltene gefiederte Wintergäste – zum Beispiel vierzehn verschiedene Entenarten – im Strandbad von den Ornithologen beobachtet wurden. Unser Gespräch mit dem zuständigen Gemeinderat hat nichts gebracht. Ein Weg ja klar, auch im Winter, aber nicht direkt dem Ufer entlang und dazu noch befestigt.

Was bedeutet Thun für Sie?
Thun ist ideal am Ausfluss des Thunersees gelegen und hat einige Naturperlen gerade am See mit den Schilfgebieten und an der Aare (Schintere) aufzuweisen.

Wo hapert es in Thun?
Im Siedlungsraum liegt viel Potenzial zur naturnahen Aufwertung der Umgebung. Siehe dazu den Leitfaden für mehr Natur im Siedlungsraum der Stadt Thun.

Was lieben Sie an Thun?
Die Lage in den Voralpen und am See, die kurzen Wege in die Natur oder auch an den Bahnhof und die lebendige Innenstadt.

Welche Schwerpunkte möchten Sie als Gemeinderat setzen?
Es findet eine Siedlungsentwicklung nach innen statt. Hier muss die Ökologie neben den anderen Themen wie Gesellschaft und Finanzen gleichberechtigt und von Beginn weg berücksichtigt werden. Dies ist auch ohne Kostenfolgen möglich.

Wenn Sie die Stadt als Wohnort verlassen würden – wohin würden Sie am ehesten ziehen?
Ich komme aus der Stadt Zürich und habe vor 25 Jahren Thun gewählt. Nun möchte ich aus der Region nicht wegziehen.

Mit welcher Person möchten Sie gerne einmal ein paar Runden auf dem Thuner Riesenrad drehen – und warum?
Mit Philipp Fankhauser, weil mich seine Musik begeistert.

Was ist ausserhalb der Politik Ihre grösste Leidenschaft?
Natur und naturnahe Landschaften beobachten und einen Beitrag zum Erhalt oder zur Aufwertung dieser Landschaften und Lebensräume leisten.

Wenn Sie mit einer Zeitmaschine in die Thuner Vergangenheit reisen könnten – welche Epoche würden Sie wählen?
Die Epoche, als auf dem Waffenplatz Maulbeerbäume standen für die Seidenraupenzucht.

Welches ist Ihr Lieblingsort in Thun?
Die Rabenfluh, weil da die Aussicht auf die Stadt Thun, das Seebecken und die Alpen überwältigend ist. (mik/gbs)

mik/gbs

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