Eine gute Sache, die besser werden kann

Redaktor Michael Gurtner sieht noch Verbesserungspotenzial in Sachen Fussgängerzone in der Thuner Innenstadt.

Aller Anfang ist schwer: Dass mit der am 12. November 2018 gestarteten Verkehrsrevolution in der Thuner Innenstadt nicht alles auf Anhieb klappen würde, dürfte allen Beteiligten klar gewesen sein. Trotzdem ist und bleibt die Fussgängerzone eine prima Sache. Eine allerdings, die noch optimiert werden kann.

Die Bilanz nach drei Monaten zeigt: Die Stadt ist weiterhin gefordert, Verbesserungen sind gerade in den Details möglich und nötig. Die detaillierte Information der Anwohner wurde verpasst, sie kann (und muss) nachgeholt werden. Es braucht in der Innenstadt regelmässige Kontrollen: um grobe Widerhandlungen rigoros zu büssen, aber auch um bei weniger gewichtigen Verstössen – Stichwort Schritttempo für alle berechtigten Fahrzeuge – die Leute auf ihr oft unbewusstes Fehlverhalten aufmerksam zu machen.

Und schliesslich braucht es ein klares Konzept dazu, wie nach einem Jahr Bilanz zu den getroffenen Massnahmen gezogen wird. Dannzumal etwa in Sachen umstrittener Güterumschlag am Nachmittag einfach bei der IGT nachzufragen, wie es gelaufen ist, wird nicht ausreichen.

Apropos Güterumschlagzeiten: Hier sind sich IGT und Thuner KMU auf der einen und VCS und Grüne auf der anderen Seite weiterhin nicht einig. Dabei wäre ein Weg, der mit etwas Goodwill für beide Seiten gangbar sein sollte, rasch gefunden: Wenn IGT und Geschäftsleute konsequent ein Auge darauf haben, dass die Anlieferungen am Nachmittag die absolute Ausnahme bleiben, dann müssten auch VCS und Grüne über ihren Schatten springen können. Zum Wohle des ganzen Gebildes. Denn dieses soll und kann zur Erfolgsgeschichte für Thun werden.

m.gurtner@bom.ch

Thuner Tagblatt

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