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Eine Lösung ist nicht in Sicht

Der Bau zweier Wohnhäuser sowie deren Erschliessung am Hinterbühl in Oberhofen wird frühestens 2020 konkret. Anwohner wehren sich mit Einsprachen gegen beide Projekte.

Die Erschliessung des Hinterbühl in Oberhofen ist ungenügend und muss ausgebaut werden, bevor neue Häuser gebaut werden.
Die Erschliessung des Hinterbühl in Oberhofen ist ungenügend und muss ausgebaut werden, bevor neue Häuser gebaut werden.
Patric Spahni

Seit vier Jahren ist das Seilziehen um ein Bauprojekt am Hinterbühl in Oberhofen im Gang: Nachdem sich die Anwohner der betroffenen Parzellen erfolgreich gegen ein erstes Projekt gewehrt hatten, lassen sie nun auch beim neuen Anlauf nicht locker.

Mit Einsprachen wehren sie sich nicht nur gegen das überarbeitete Projekt für die geplanten Wohnhäuser, sondern auch gegen die neue Erschliessungsstrasse. Eine Erschliessungsstrasse, die notabene erst zum Thema wurde, weil die Anwohner im ersten Verfahren zu Recht moniert hatten, die bestehende Erschliessung wäre zu klein für die geplanten Neubauten.

Erschliessung «zu gross»?

Nun argumentieren die Einsprecher genau umgekehrt: «Die geplante Erschliessungsstrasse ist zu gross und nicht nötig», sagt Heinz Többen als Vertreter der Anwohner. «Wenn das Einfamilienhaus oberhalb des Weges so gebaut wird, dass es keines unserer Wegrechte mehr verletzt, kann auch die Strasse kleiner gebaut werden als aktuell geplant.» Auf diese Begründung stützen sechs hängige Einsprachen gegen die neue Erschliessungsstrasse ab, Einspracheverhandlungen brachten keine Lösung.

Abstimmung erst 2020

Die Verantwortung für die Planung der Strasse liegt bei der Gemeinde Oberhofen. Gemeindepräsident Philippe Tobler (SVP) war im Sommer 2018 kurz nach seiner Wahl eigentlich in der Rolle als Vermittler angerufen worden. Heute sagt er leicht konsterniert: «Ich gehe nicht davon aus, dass sich die Positionen in nächster Zeit annähern werden.»

Konkret plane die Gemeinde, die Überbauungsordnung (UeO) «Detailerschliessung Hinterbühl» und den entsprechenden Verpflichtungskredit im nächsten Jahr der Gemeindeversammlung zum Entscheid vorzulegen. Sollte diese die UeO und den Kredit in Kenntnis der hängigen Einsprachen gutheissen, ginge das Paket dann an das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) zur Genehmigung. Der Kredit sei zur Vorfinanzierung der Strasse gedacht und würde nach dem Bau durch Anstösserbeiträge zurückgefordert.

Baugesuch hängig

Fakt ist: Solange die Erschliessungsstrasse nicht den heutigen Vorgaben angepasst ist, wird am Hinterbühl nicht gebaut. Damit ist auch das Baugesuch der Aveno Invest AG für die zwei Wohnhäuser auf dem Areal faktisch blockiert. «Wir sind zuversichtlich, dass die Gemeinde die Erschliessung über den Hinterbühlweg korrekt erstellen wird», sagt Regierungsstatthalter Marc Fritschi.

Bei ihm ist das Baugesuch für die Wohnhäuser derzeit hängig. Weil die Erschliessung noch nicht beschlossen ist, hätten die Gebäude hinsichtlich Lage und Gestaltung und Baumasse bisher noch nicht abschliessend geprüft werden können, sagt er. «Deshalb kann ich noch keine Prognose abgeben, wann es zu einem Entscheid kommt.»

Gespräche laufen

Theodor Heutschi, Inhaber der Aveno Invest AG, sagt, die Firma habe den Zeitplan der Gemeinde zur Kenntnis genommen. «Wir bedauern die zeitliche Verzögerung, insbesondere weil von unserer Seite die wichtigsten Forderungen der Einsprecher mit der überarbeiteten Planung erfüllt wurden.»

Eile habe er allerdings nicht, sagt Heutschi weiter: «Es laufen derzeit konkrete Gespräche mit potenziellen Partnern, die Interesse am Neubauprojekt und an einer Zusammenarbeit mit uns zeigen. Insofern sind wir nicht unter Zeitdruck.»

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