Eine neue Serie und viel Bekanntes im Mokka

Thun

Das Café Mokka feiert im November das 30-jährige Bestehen. In der Jubiläumssaison werden diverse Künstler mit langer Mokka-Vergangenheit den Kultclub wieder einmal besuchen. Ausserdem ist eine neue Konzertserie für Familien geplant.

Seit 30 Jahren am Drücker und noch immer voller Ideen: Mokka-Chef Pädu Anliker im Backstagebereich seines Musikclubs an der Allmendstrasse.

Seit 30 Jahren am Drücker und noch immer voller Ideen: Mokka-Chef Pädu Anliker im Backstagebereich seines Musikclubs an der Allmendstrasse.

(Bild: Markus Hubacher)

Rund 3800 Shows wurden im Café Mokka schon gespielt, und ein Ende ist nicht in Sicht. Vor kurzem hat im Kultlokal an der Allmendstrasse in Thun die neue Konzertsaison begonnen. Und Mokka-Chef Pädu «MC» Anliker hat allen Grund zur Freude: Im November feiert der Musikclub das 30-jährige Bestehen. «Dass es uns so lange geben würde, hätten wir am Anfang natürlich nie gedacht», gibt der Clubbetreiber unumwunden zu.

Während der Jubiläumssaison wird der reichhaltigen Geschichte des Hauses regelmässig Rechnung getragen. Im Programm sind diese Shows mit dem Zusatz «30 Jahre Café Bar Mokka präsentiert» gekennzeichnet. Unter dieses Label fallen unter anderem die Auftritte von Element of Crime oder Jamaram.

Auch die Metal-Night Ende Oktober mit Nekropolis und Contract gehört dazu. «Es sind Bands und Künstler, die einen speziellen Bezug zum Mokka haben und teilweise hier gross geworden sind», hält Anliker fest. Für den Gig von Element of Crime wird sich das Mokka-Team Mitte November erstmals überhaupt im KKThun einquartieren.

Finden grössere Shows nun künftig immer dort statt? «Nein, das ist eine einmalige Sache. Wir wichen nur aufs KKThun aus, weil der Bärensaal an diesem Tag schon besetzt war», erklärt der Mokka-Chef.

Bekanntes und Geheimtipps

Wie üblich werden im Club in den kommenden Wochen und Monaten aber nicht nur bekannte Namen, sondern auch Newcomer und Geheimtipps zu sehen und zu hören sein. «Wir müssen so oder so umfangreich und stilistisch breit programmieren, um alle Bedürfnisse abzudecken.

Das ist im Jubiläumsjahr nicht anders», betont MC Anliker. Persönlich freut sich der Mokka-Chef auf die Konzerte von Andrea Schroeder, Evelinn Trouble oder Guðrið Hansdóttir. Gespannt ist er zudem auf den Auftritt der britischen Indie-Popper Sulk: «Was ich von denen bis jetzt sah und hörte, haute mich aus den Socken.»

Abnützungserscheinungen kennt der 59-Jährige, der für sein Engagement am 1. November mit dem Thunpreis 2016 geehrt wird (wir haben berichtet), offenbar nicht. Das Geschäft habe sich in den vergangenen 30 Jahren zwar stark verändert und heute wolle kaum noch jemand für Musik bezahlen, «trotzdem macht mir die Arbeit nach wie vor Spass. Es ist mein Leben.» Anliker schaut zuversichtlich auf die angelaufene Saison. «Momentan kommen erstaunlich viele Reservationen rein.»

Der Sonntag für die Familien

Nebst mehreren bewährten Reihen wie den Poetry-Slams oder den Shows des Colin Vallon Trio lanciert das Mokka diesen Herbst eine neue Serie: die «Konzerte für Familien».

Die Idee dahinter ist, einmal pro Monat am Sonntagnachmittag ein stündiges Konzert, das sich speziell für Kinder eignet, anzubieten. «Es wird aber kein ‹verkindlichtes› Programm à la Papagallo & Gollo geben», weist Anliker entsprechende Vermutungen zurück. Im Beisein einer Kulturvermittlerin aus Bern sollen zunächst die Instrumente vorgestellt und die Musik erklärt werden, bevor es diese dann live zu erleben gibt.

Die Premiere am 27. November wird das Colin Vallon Trio bestreiten. «Wir werden für diese Serie Bands und Musiker buchen, die am gleichen Tag oder sonst zeitlich nah im Club spielen», erklärt Pädu Anliker.

Thuner Tagblatt

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